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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Zehntausend unterm Regenbogen

17.06.2013

Oldenburg Im Zeichen des Regenbogens: Die wohl bunteste und lauteste Demo Oldenburgs zog am Sonnabend wieder durch die Straßen der Innenstadt. Zum bereits 19. Mal warben Lesben und Schwule beim Christopher Street Day (CSD) Nordwest für Toleranz und Gleichberechtigung. Organisatoren und Polizei zählten 9500 Teilnehmer und Schaulustige auf und entlang der Strecke.

Elf Wagen verschiedener Gruppen und Organisationen, beladen mit großen Musikanlagen und jeder Menge tanzender Demonstranten, gehörten zu den Hauptattraktionen des Zuges. Dabei wäre es zu dieser Anzahl beinahe nicht gekommen. Denn wie Kai Bölle vom Veranstalter Lust e.V. berichtete, hatte eine große Leihwagenkette die Bestellung für einen passenden Lastwagen zunächst angenommen und bestätigt. Nur wenige Tage vor dem CSD kam dann die Meldung, dass man diese Art Lkw gar nicht besitze.

Ausgerechnet der Verein „VfB für Alle“, eine Gruppe Fußballfans, die sich klar gegen Homophobie positioniert hat, drohte nun, ohne Fahrzeug dazustehen. „Das war sehr ärgerlich, weil wir uns über deren Teilnahme besonders gefreut hatten“, so Bölle. Sehr positiv bewertete er allerdings die Reaktionen vieler Menschen unter anderem aus den Reihen des VfB Oldenburg, die fieberhaft nach einem Ersatz gefahndet hatten und bei einem Sponsor aus dem Umfeld des Vereins auch fündig geworden waren. „Das zeigt die Toleranz, die diese Stadt inzwischen erreicht hat.“

Mit kleinen Pannen und Problemchen kennt man sich beim CSD inzwischen aus. Gut gelaunte Improvisation gehört einfach dazu. Zum Beispiel wollte das Wetter (wie üblich) nicht so ganz mitspielen. Als der Demonstrationszug den Schlossplatz schon beinahe erreicht hatte, ging ein heftiger Regenschauer auf die Teilnehmer nieder. Während vorn die Marching Band Hahn-Nethen einfach tapfer ihren Stiefel herunterspielte, war man sich dahinter nicht ganz einig, ob man fliehen, fluchen oder einfach weiter tanzen sollte. Während das Königspaar im Cabrio schnell das Dach seines Gefährts schloss, entschieden sich die meisten für letztere Alternative.

Hinter der Bühne brach danach kurzzeitig kreative Hektik aus, weil die Technik naturgemäß kein Wasser mag und die Musikgruppe Abba da Capo ihre Kostüme völlig durchnässt vorfand. Mit Verlängerungskabel und Fön wurde auch dieses Problem spontan gelöst, so dass der Auftritt in (halbwegs) trockener Kleidung stattfinden konnte.

Auf der Bühne sorgte der extrem gut gelaunte Moderator Holger Edmaier dann für gute Unterhaltung beim Kulturfest auf dem Schlossplatz. „Einen bunten Blumenstrauß von tollen Leuten“ versprach er den Zuschauern und hielt sein Wort. Einer der Höhepunkte waren die männlichen Cheerleader der Pink Poms aus Köln. Ihr Puschel-Auftritt erzeugte genau die ausgelassene Stimmung, die sich bis zur Abschlussparty „Night of the Pride“ in der Kulturetage durchzog.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-oldenburg 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv./oldenburg-stadt 
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Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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