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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Hier treffen sich die Meisterinnen der schönen Dinge

28.11.2018

Ziegelhofviertel In einem unscheinbaren Räumchen im Erdgeschoss in der Ziegelhofstraße 16 findet man sie – die Schöne Dinge Meisterei. Bereits seit Januar 2014 gibt es diesen losen Verbund von Frauen, die in erster Linie dem Spaß an ihrem Hobby nachgehen.

Für Julia Grimm, 38, ist das die Aquarellmalerei, für Melanie Meyer, 27, das sogenannte Brush-Lettering und für Anne Spark, 26, die Keramik. „Ich habe das Glück, dass ich als gelernte Keramikerin mein Hobby quasi zum Beruf gemacht habe“, beschreibt Spark, die im Museumsdorf Cloppenburg eine Töpferei angemietet hat und dort selbstständig tätig ist.

Spark ist die einzige „echte“ Handwerkerin unter den zehn Meisterinnen, die sich ihre Werkstatt teilen. „Heute sind wir nur zu sechst und wie man sieht, ist für viel mehr leider auch kein Platz“, gibt Bettina Müller-Link, 32, zu bedenken. „Wenn wir einen Mitmachtag veranstalten, ist es schnell voll“, so die Lehrerin.

Bei dem letzten Mitmachtag wurden verschiedene Postkarten mit Washi-Tape gestaltet. Dabei handelt es sich um ein bunt gemustertes Klebeband, das ursprünglich funktionellen Zwecken diente. Mittlerweile wird es vor allem als Dekoration genutzt.

„An so einem Mitmachtag bringt jeder seine eigenen Ideen mit und dann entscheiden wir gemeinsam, welche davon mit den Gästen umgesetzt wird.“ Von den Ideen der Anderen lebt die Gruppe. Der Austausch steht für alle im Vordergrund. „Das Schöne an unserer Gruppe ist, dass man immer etwas dazu lernen kann“, so Spark. Auch wenn nicht immer alles gut bei einzelnen Meisterinnen ankommt: „Also Betongießen mache ich nicht noch mal mit!“, lacht Julia Grimm.

Organisiert ist man über eine lose Mitgliedschaft, die prinzipiell jeder Interessierten offen steht, durch die Räumlichkeiten jedoch limitiert ist. „Natürlich wäre es schön einen größeren Raum zu haben, doch in dieser Lage und mit unserem finanziellen Rahmen ist das nahezu unmöglich“, erklärt Spark. Denn gewinnorientiert arbeiten die Meisterinnen nicht. „Eine handgemachte Postkarte gibt’s bei uns ab 1,50 Euro, ein Farbdruck in A6 ab 7 Euro. Die Vasen sind wohl das Teuerste was wir haben – die gehen bei etwa 28 Euro los“, so Müller-Link. „Das ist alles gerade so kostendeckend.“

Regelmäßige Öffnungszeiten gibt es bei der Meisterei nicht, denn alle Mitglieder sind berufstätig – der Wunsch sei zwar vorhanden, leider aber nicht umzusetzen. Zudem käme man schnell in den Bereich, wo man ein Gewerbe betreibe und genau das wolle man eigentlich nicht, erläutert Spark.

Dementsprechend bleiben noch die Tage der offenen Tür, die drei Mal im Jahr stattfinden und die Besuche auf verschiedenen Märkten, auf welche die Meisterinnen mittlerweile eingeladen werden. So auch wieder am Donnerstag, den 8. Dezember, wo man die Handgemachte Kunst auf einem Weihnachtsmarkt in der Gaststätte „Knust“, Gaststraße 14, ab 11 Uhr bestaunen und erstehen kann. Doch zuvor steht noch der Tag der offenen Tür im Kalender – geöffnet ist dann von 11 bis 16 Uhr.


     http://bit.ly/meisterei 
Daniel Schumann Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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