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Kultursommer: Zum Auftakt charmanter Chanson-Pop

16.07.2014

Oldenburg Fragt man zehn Leute nach ihrer Lieblingsfarbe, dann erhält man 15 Antworten. Mindestens. Ähnlich dürfte es sich verhalten mit der Frage nach dem Kultursommer-Ereignis, das man auf keinen Fall verpassen sollte. Geschmack ist eben nicht diskutabel. Aber Tipps sollten dennoch erlaubt sein für das zwölftägige Kulturspektakel, das am Mittwoch, 16. Juli, beginnt.

Eine stets gültige Kultursommer-Regel besagt: Egal, wer auftritt, zu den Konzerten auf dem Schlossplatz geht man auf jeden Fall. Trotzdem sollten drei Auftritte extra notiert werden: Les Yeux d’la Tête (16. Juli, 19.30 Uhr), The Crimson ProjeKCt (21. Juli, 19.30 Uhr) und Fuel Fandango (26. Juli, 19 Uhr). Die Franzosen eröffnen mit ihrem charmant-energischen Chanson-Pop das Festival, die Engländer stellen mit ihrem Progressive Rock möglicherweise den Höhepunkt der Reihe dar, und die Spanier gehen auf wunderbare Weise eine Verbindung von Pop, Rock und Elektronik ein.

Wie die großen Schlossplatz-Konzerte, so das kleine Freigang-Festival auf dem Hof der Lambertikirche: Tägliches Erscheinen macht Sinn, täglich gibt es tolle junge Kultur zu entdecken. Musikhöhepunkte könnten der Akustik-Pop von David & die Kernigen (17. Juli, 20 Uhr), der minimalistische Rhythmus-Rap von Luc von Mensing (18. Juli, 20 Uhr) und der Powerpop der jungen Leute aus der Band Klubs sein. Vielversprechend zudem die DJ-Musikvertonung des Stummfilms „Paris qui dort“ (16. Juli, 22 Uhr) und das „Best of Tagebuchlesung Oldenburg“ (18. Juli, 17.30 Uhr).

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Die Abteilung Theater bestreitet der Kultursommer im Wesentlichen mit Wiederaufnahmen von Eigenproduktionen des Ensembles der Kulturetage, aber es gibt auch zwei Gastspiele: Das brasilianische Teatro Xiré mit Tänzerin Andrea Elias führt „Esther Williams will nicht länger schwimmen“ auf (20./21. Juli, 18 Uhr), und der brasilianische Solotänzer Norberto Presta zeigt „Tanzende Hunde“ (23./24. Juli, 18 Uhr, alle in der Bauwerk-Halle).

Open-Air-Kino macht das Tippen leicht: Jeder Film, der im Schlosshof gezeigt wird, ist stark. Interessant aus Oldenburger Sicht ist „Exit“, eine Fernseh-Soap-Opera zum Thema Postwachstumsgesellschaft (22. Juli, 22.15 Uhr). Erstmals werden alle fünf Teile am Stück gezeigt, was den Spaß ebenso erhöhen dürfte wie die Durchschaubarkeit der Geschichte einer Hausgemeinschaft aus der Werbachstraße.

Literatur wird wie üblich vorgelesen. Publikumsmagnet ist die Kriminacht „Mord am Bosporus“ in der Bauwerk-Halle (19., 25. und 26. Juli, 21.30 Uhr), als Geheimtipp gilt die Lesung „Das Schwere leicht gesagt“, bei der Schauspieler Markus Weiß Texte von Hanns Dieter Hüsch vorträgt (17. Juli. 20 Uhr, Forum St. Peter). Kindern sei „Der kleine Nick“ empfohlen, am Sonntag, 27. Juli, 15 Uhr (Bauwerk-Halle).

Und für wen bis jetzt immer noch nichts Gutes dabei war, dem sei der 27. Juli ans Herz gelegt: Dann ist Tag der Museen. Von 10 bzw. 11 bis 18 Uhr öffnen sieben Oldenburger Einrichtungen kostenlos ihre Tore. Der Kultursommer macht‘s möglich.

Klaus Fricke
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