Oldenburg - Was am vergangenen Wochenende am Bundesbahnweg entstanden ist, ist wohl weit über die Grenzen von Oldenburg einmalig. Denn egal, ob eine Schlange, die versucht ein mit Geld gefülltes Glas zu öffnen; eine nackte Frau, die im Wasser treibt; oder mehrere dunkelblaue Affen, die mit rot leuchtenden Augen in den Himmel starren – diese Kunstwerke sind nicht nur absolute Hingucker, hinter ihnen verbirgt sich auch immer ein übergeordnetes Thema, das im vergangenen Jahr die Welt bewegt hat.

Mehr als 20 großformatige Kunstwerke sind im Rahmen des Memur-Urban-Art-Festivals entstanden und können jetzt betrachtet werden. „Es ist unglaublich, was von den Künstlerinnen und Künstlern in wenigen Tagen geschaffen worden ist“, sagt die Sprecherin des Festivals, Nele Honig. „Das hätte nicht besser laufen können – das Wetter war super und die Stimmung noch besser.“

Besonders gefreut habe sie, dass Menschen aller Altersgruppen vorbeigekommen seien, um den Entstehungsprozess zu beobachten. „Das zeigt, dass die Aktion insgesamt auf großes Interesse gestoßen ist und nicht nur in der Szene Beachtung findet.“ Die Werke sollen jetzt für mindestens ein Jahr präsent bleiben. „Wenn alles gut läuft, werden wir die Aktion wiederholen. Vielleicht schon im nächsten Jahr“, sagt Honig.

Bis dahin gibt es weiterhin die Möglichkeit, nach vorheriger Absprache, auf der Rückseite der Mauer, der sogenannten „Hall am Pferdemarkt“, zu malen (Kontaktaufnahme über den Instagram-Account: @hall–am–pferdemarkt).

Wolfgang Alexander Meyer
Wolfgang Alexander Meyer Redaktion Oldenburg