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Runder Geburtstag in Oldenburg Verein „Lebendiges Museum“ ebnet seit 30 Jahren die Wege zur Kunst

Der Vorstand des Vereins Lebendiges Museum in Oldenburg (von links): Dr. Doris Weiler-Streichsbier, Dieter Kuhlmann, Vorsitzender Ivo Kügel, Peter Goretzki, Rolf Nießen und Geraldine Dudek

Der Vorstand des Vereins Lebendiges Museum in Oldenburg (von links): Dr. Doris Weiler-Streichsbier, Dieter Kuhlmann, Vorsitzender Ivo Kügel, Peter Goretzki, Rolf Nießen und Geraldine Dudek

Wolfgang Alexander Meyer

Oldenburg - Kunst kann jedem Menschen etwas geben. Auch wenn Zugänge und Interessen bei verschiedenen Menschen meist ganz unterschiedlich gelagert sind, findet nahezu jeder einen Anknüpfungspunkt. „Man muss sich die Kunst aber erobern“, sagt Ivo Kügel in diesem Zusammenhang.

Damit das in Oldenburg möglichst vielen Menschen ermöglicht wird, gibt es seit mittlerweile mehr als 30 Jahren den Verein „Lebendiges Museum“, dem Kügel vorsitzt. „Die Kunstszene soll nicht unter sich bleiben, sondern ihre Türen öffnen, um allen Menschen einen Zugang zu ermöglichen. Dabei wollen wir helfen“, erklärt der Vorsitzende den Zweck des Vereins, dessen Arbeit sich auf zwei Aspekte konzentriert: Zum einen ist das die Kunstvermittlung für Menschen, die bisher keine oder kaum Anknüpfungspunkte mit Museen hatten. Darüber hinaus hat der Verein einige Exklusivangebote für seine Mitglieder.

Kunstvermittlung

„Bei der Vermittlung von Kunst kommt es immer auf die Form der Präsentation an“, weiß Dr. Doris Weiler-Streichsbier, stellvertretende Vorsitzende des Vereins und ehemalige stellvertretende Leiterin des Landesmuseums für Kunst- und Kulturgeschichte in Oldenburg. Angebote müssten auf Zielgruppen zugeschnitten werden. Das übersteige aber häufig die finanziellen Möglichkeiten der Einrichtungen.

„Da kommen wir ins Spiel. Wir haben zum Beispiel dem Stadtmuseum ermöglicht, Orientierungshilfen und Tastmodelle für blinde Menschen zu besorgen. Eine andere Anschaffung, die wir unterstützt haben, waren Kostüme, die Besucher anziehen können, um zu erleben, wie es ist, Kleidung zu tragen, die früher modern war“, berichtet die stellvertretende Vorsitzende weiter.

Ein anderes Beispiel für ein Projekt, das der Verein unterstützt hat, war „Tür auf“, bei dem Menschen, die ursprünglich nicht aus Deutschland stammen, historische Kunstwerke mit den Werken ihrer Heimat verglichen haben. „Da wurde schnell klar, dass es viele Parallelen und eine enge Verzahnung gibt. Zum Beispiel bei den Handwerkstechniken oder in Form von Ornamenten, die in beiden Kulturkreisen auftauchen, weil sie vor langer Zeit entlehnt worden sind“, erklärt Kügel. Aktuell beschäftigt sich der Verein mit einem Konzept, Menschen mit demenziellen Erkrankungen einen auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnittenen Zugang zu Kunst in Museen zu ermöglichen.

Mitgliedsvorteile

Für Mitglieder bietet der Verein zwei Vorteile: „Zum einen fördert man mit seinen Beiträgen die Museumspädagogik und Kunstvermittlung in Oldenburg. Darüber hinaus haben unsere Mitglieder freien Eintritt in allen von uns geförderten Häusern und können dort zu bestimmten Terminen an exklusiven Führungen teilnehmen“, sagt Ivo Kügel. Besondere Höhepunkte seien Exkursionen und Reisen (auch ins Ausland), die oft zu Sonderkonditionen angeboten werden könnten.

Wolfgang Alexander Meyer
Wolfgang Alexander Meyer Redaktion Oldenburg
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