Oldenburg - Die Hoffnung der Fußballer des VfL Oldenburg auf eine erneute Qualifikation für den DFB-Pokal wurde am Mittwochabend innerhalb weniger Minuten zerstört. Das Team von Trainer Lasse Otremba führte im Viertelfinale des unteren Landespokals gegen Oberliga-Rivale BW Lohne zwar zur Pause 1:0, in der zweiten Halbzeit setzte der Spitzenreiter aber gnadenlos die entscheidenden Akzente. Nach einem 4:1-Sieg darf das Team aus dem Kreis Vechta weiter davon träumen, als Finalsieger den nationalen Wettbewerb zu erreichen.
1 Tor aus 5 Metern
„Lohne hat völlig verdient gewonnen. Wir haben aber 70 Minuten dagegengehalten“, sagte Otremba. Der Frust hielt sich wohl angesichts der größeren Personalsorgen, die sich mehr oder weniger kurzfristig vor dem Spiel ergeben hatten, etwas in Grenzen.
Der nicht nur deshalb favorisierte Primus der Oberliga-Staffel Weser-Ems/Lüneburg bestimmte von Anfang an das Spiel, doch in der ersten Halbzeit setzten die Oldenburger immer wieder Nadelstiche gegen die sehr offensiv eingestellten Gäste und gingen in Front. Nach einem Freistoß aus der eigenen Hälfte verlängerte Simon Brinkmann den Ball aus fünf Metern mit dem Hinterkopf zum überraschenden wie umjubelten 1:0 ins Lohner Tor (35. Minute).
Nach Wiederbeginn wurde der Druck von Lohne aber zu groß. Nach nur vier Minuten erzielte Ex-VfB-Kapitän Thorsten Tönnies aus zwölf Metern den Ausgleich für Lohne. Danach gingen den stark ersatzgeschwächten Gastgebern nach und nach die Kräfte aus.
7 Absagen an 2 Tagen
Otremba hatte zwar nach dem 4:2 am Sonntag gegen Bersenbrück, der am viertletzten Staffel-Spieltag den Sprung auf Aufstiegsrunden-Rang fünf bedeutet hatte, eine Rotation angekündigt – doch es hagelte am Dienstag und Mittwoch sieben Absagen. „Jetzt müssen auch einige spielen, die ich eigentlich schonen wollte“, sagte der VfL-Coach direkt vor der Partie. Er hatte drei Spieler aus dem Bezirksliga-Team nominiert. Lohne hatte am Sonntag dagegen beim 3:0 in Hagen einige Leistungsträger geschont.
3 Tore in 4 Minuten
In Bestbesetzung entschieden die Blau-Weißen das Pokalspiel mit drei Toren innerhalb von vier Minuten. Christopher Schepp erzielte mit einem Schuss aus der Drehung das 2:1 (70.). Jakub Bürkle verwandelte einen Foulelfmeter zum 3:1 (73.). Keine 60 Sekunden später traf Tönnies zum zweiten Mal. Die zahlreich mitgereisten Gästefans feierten lautstark ihr Team.
VfL Oldenburg: Schoon - Onnen, Gereke, Friedrichs, Zohrabian - Lameyer, M. Brinkmann (88. Kühlke) - T. Janßen, de Buhr (74. Remmou), Blömer (58. Dwertmann) - S. Brinkmann (J. Janßen).
