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Oldenburg stellt 100.000 Euro bereit Fördertopf für Lastenräder nach wenigen Tagen bereits wieder leer

Lastenräder erfreuen sich großer Beliebtheit in Oldenburg: Die Stadt fördert den Kauf anteilig. Doch bereits jetzt können keine weitere Anträge mehr gestellt werden.

Lastenräder erfreuen sich großer Beliebtheit in Oldenburg: Die Stadt fördert den Kauf anteilig. Doch bereits jetzt können keine weitere Anträge mehr gestellt werden.

Archiv/von Reeken

Oldenburg - Gerade erst hat die Antragsphase für die Lastenradförderung 2022 begonnen, schon ist das Geld wieder vergeben: Wie die Stadt Oldenburg mitteilt, sind seit dem 1. Juni innerhalb von zwei Tagen mehr als 140 Förderanträge bei der Verwaltung eingegangen. Die Fördersumme von 100 000 Euro ist damit bereits ausgeschöpft.

Meinung
Lastenräder werden in Oldenburg gefördert.

KOMMENTAR ZUR LASTENRADPRÄMIE IN OLDENBURG Für mehr Geld braucht es zuerst mehr Daten

Die Stadt fördert mit dem Geld, das die grün-rote Ratsmehrheit in den Haushalt eingestellt hat, die Anschaffung von Lastenfahrrädern und Fahrradanhängern. 50 Prozent der Anschaffungskosten, maximal jedoch 800 Euro, gibt es für Lastenräder, 33 Prozent (maximal 1200 Euro) für Lastenpedelecs und Lasten-E-Bikes sowie 50 Prozent (maximal 150 Euro) für Anhänger. Beantragen können das Geld Privatpersonen, Vereine, Verbände sowie Kleinstunternehmen, Selbstständige und Freiberufler. „Lastenräder und Fahrradanhänger haben ein großes Potenzial, Autofahrten zu vermeiden“, heißt es zum Hintergrund des Programms auf der Internetseite der Stadt.

2021 aufgestockt

Bereits im vergangenen Jahr gab es eine riesige Nachfrage nach der Förderung. Die ursprüngliche Fördersummer von 20 000 Euro war von der Politik daher zunächst auf 100 000 Euro, später auf 200 000 Euro aufgestockt worden. Dafür wurden Mittel aus dem Klimafonds der Stadt verwendet. 242 Anträge zur privaten Nutzung und zwölf Anträge zur gewerblichen Nutzung aus dem Jahr 2021 konnten laut Stadt damit bewilligt werden. Darunter waren 72 Anhänger, 149 Lastenpedelecs und 33 Lastenräder.

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Lastenräder werden in Oldenburg gefördert.

KOMMENTAR ZUR LASTENRADPRÄMIE IN OLDENBURG Für mehr Geld braucht es zuerst mehr Daten

Angesichts der erneut immensen Antragszahl in kurzer Zeit stellt sich die Frage, ob die Politik in diesem Jahr erneut den Fördertopf aufstocken wird. Die Reaktionen der Mehrheitsfraktionen auf eine Anfrage unserer Redaktion sind allerdings eher verhalten. „Eine Aufstockung aus Mitteln des Klimafonds hat bei uns nicht die höchste Priorität. Andere Klimaschutzfördermaßnahmen die wahrscheinlich mehr CO 2 -Emissionen einsparen, wie beispielsweise die Energiesanierung von Altbauten, könnten auch nicht bis zum Ende des Jahres reichen“, so Grünen-Fraktionssprecher Oliver Rohde „Wir wollen daher erst prüfen, welche wirksameren Klimaschutzmaßnahmen durch den Klimafonds (nach)finanziert werden müssen. Wenn dann noch Mittel vorhanden sein sollten, können wir uns eine Aufstockung der Lastenradförderung aber durchaus vorstellen.“

Keine neuen Anträge

Die SPD befindet sich noch in der Meinungsbildung. „Um auch unterjährig zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen und -projekte finanzieren zu können, haben wir die Mittel für den Klimafonds mit dem Haushalt für das Jahr 2022 erhöht“, so Fraktionsvorsitzender Ulf Prange. „Derzeit priorisieren wir die unterschiedlichen Maßnahmen nach ihrer CO 2 -Einsparung. Ob und gegebenenfalls in welcher Höhe die Fördermittel für Lastenräder und Fahrradanhänger aufgestockt werden können, ist vom Ergebnis dieser Prüfung abhängig.

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Wer also bereits seinen Antrag eingereicht hat, hat Glück. „Weitere Anträge können im Rahmen der diesjährigen Förderung leider nicht mehr berücksichtigt werden“, heißt es von der Stadt. Nach der erfolgreichen Prüfung der Anträge würden die Bewilligungsbescheide in den kommenden Wochen zügig versendet.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)
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