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Zwischennutzung in Oldenburg Studenten hauchen leerstehenden Flächen wieder Leben ein

Blicken auf die Bedeutung von Hobbys: Studentinnen und Studenten der Uni Oldenburg zeigen die Ergebnisse ihrer Arbeit auf der Leerstandsfläche des ehemaligen Photo Dose.

Blicken auf die Bedeutung von Hobbys: Studentinnen und Studenten der Uni Oldenburg zeigen die Ergebnisse ihrer Arbeit auf der Leerstandsfläche des ehemaligen Photo Dose.

Torsten von Reeken

Oldenburg - Lange wurden an der Staustraße bei Photo Dose Spiegelreflexkameras verkauft und Abertausende von Fotos zur Entwicklung angenommen. Vorbei. Leerstand. Das Gebäude, das vom Projektentwickler Arealis (Bad Zwischenahn) gekauft wurde, soll abgerissen und die Fläche neu bebaut werden. Und so lange? Das Oldenburger Team von „Raum auf Zeit“, das gegen Leerstände in der Stadt die Zwischennutzung setzt, hat die tote Fläche übergangsweise vermittelt: Am Donnerstag konnten Studentinnen und Studenten hier die Ausstellung „FreiZeit – Sinn und Unsinn des Hobbys“ eröffnen. Sie ist bis zum 2. April montags bis samstags von 12 bis 19 Uhr zu sehen.

Bedeutung von Hobbys

In der Ausstellung können die Besucher sich über „den Stellenwert ihrer Freizeitaktivitäten“ austauschen, sagt Michael Hagemeister von „Raum auf Zeit“. Die Studenten der Universität Oldenburg stellen „Hobbys in den Kontext von Arbeit, Grenzen, Privilegien sowie gesellschaftlichen Erwartungen und setzen bei ihrer Ausstellung auf Teilhabe“, heißt es in der Ankündigung. Betreut wurden sie von Dr. Jutta Moster-Hoos, der Leiterin des Horst-Janssen-Museums, und Prof. Dr. Karen Ellwanger, Leiterin des Instituts für Materielle Kultur der Uni.

Hobbys seinen „ein zunächst banal klingendes und alltägliches Thema“, so die Aussteller, das jedoch aus aktueller Sicht besonders interessant erscheine: Immer mehr Menschen definierten sich nicht mehr nur über ihre Arbeit, sondern auch über ihre Freizeitbeschäftigungen. Auch Digitalisierung und Corona-Faktoren hätten „unser Verhältnis zu Hobbys verändert“. Die Ausstellung nähere sich diesem Phänomen an, erörtere seine Relevanz und beleuchte gesellschaftliche Aspekte wie Arbeit und Privilegien.

Konzipiert und umgesetzt wurde die Ausstellung von neun Studentinnen und Studenten. Im Rahmen des Masterstudiengangs Museum und Ausstellung der Universität ist die Organisation einer Ausstellung jährlich das zentrale Studienprojekt. In diesem Jahr wird sie von der EWE Stiftung und der Universitätsstiftung Oldenburg gefördert.

Künstler stellen aus

Noch ein paar Tage länger als ursprünglich geplant, ist die Gemeinschafts-Kunstausstellung „Zwischen-Nutzen“ in der Lange Straße 74 zu sehen, ebenfalls ein Projekt von „Raum auf Zeit“, zu sehen. Früher war in dem Ladenlokal s.Oliver auf zwei Etagen. Zu sehen ist dort Kunst von Barbara Meichsner-Drobinski (Malerei/Skulptur), Holger Nitschke (Fotografie), Die Loge, Stadtmuseum , Oldenburg handelt fair, Petra Jaschinski (Malerei), The Hidden Art Project mit Werken von Felix Weckner, Timo Willen, Victoria van Döllen, Hauke Beck und Natalie Nowak, Gunnar Brandt-Sigurdsson (Videokunst), Elke Langer (Malerei), Michael Olsen, Jürgen Steinfurth (Skulpturen) und Kay Langfeldt (Malerei) zu sehen. Außerdem stellt das Designerinnen-Duo „Bamdad living“ (Peymaneh Bamdad und Esther-Lina Sölken) „Eine Leuchte des Designs“ aus.

Gefühle erForschen

Anschließend folgt dort die interaktive Ausstellung „In Our Feelings – Verhandeln der Gefühle“ ab dem 26. März. Zu sehen ist sie immer von 14 bis 20 Uhr. Fünf Studentinnen und Studenten aus dem Masterstudiengang „Kulturanalysen“ der Uni Oldenburg zeigen die Ergebnisse ihrer Forschungen zum Thema „Gefühlsregulierung in der Öffentlichkeit“. Ein Jahr lang sei zu den Themen „Hate Speech, Wut, Eifersucht, Queer Joy und Scham geforscht“, heißt es. Der Eintritt ist frei.

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg
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