85 Pferde sorgen für Unruhe am Sielweg

Welches Szenario wird hier heraufbeschworen, – dass die Überwegung oder ein ausgewiesener Reitweg von Kavalkaden wie weiland „Lützow’s wild verwegener Jagd“ heimgesucht wird, gefolgt von ebenso verwegenen Bikern und schlussendlich den Massen von Spaziergängern mit (natürlich unangeleinten!) Hunden?

Der Spaziergänger in zum Beispiel Sandkrug/Osenberge wird allenfalls auf den ausgewiesenen Wanderwegen gelegentlich von Bikern an den Rand „genötigt“, die Reitwege sind hiervon nach meiner Beobachtung nicht betroffen, auch werden diese Wege wohl kaum fußläufig genutzt. Nicht ersichtlich ist, inwiefern schmale, naturbelassene Pfade der ansässigen Fauna abträglich sein könnten.

Leider lässt der Zuschnitt des Vereinsgeländes einen den aktuellen Richtlinien entsprechenden Ausbau der Stallungen nicht zu. Um den Reitbetrieb fortführen zu können, bot sich daher der Wechsel zum Areal des Hofes Ahlers idealerweise an. Vom bisherigen Standort aus können die Weiden und Reitgelegenheiten in die Marsch in Koexistenz mit den Anliegern erreicht werden.

Kaum zu fassen, dass ein Überwegungsproblem die – schon aus tierschutzrechtlichen Gründen – notwendige Umsiedlung des Reit- und Fahrschule Oldenburg (RFO) beeinträchtigen oder gar in Frage stellen könnte. Hier sollte man (Stadt/Anlieger/RFO) doch bei sachlich nüchterner Betrachtung zu einer einvernehmlichen Lösung gelangen.

Irmgard Gerlach Hundsmühlen