Die Einrichtung der Fahrradstraße ist ein notwendiges, wichtiges positives Signal für alle Fahrradfahrerinnen und -fahrer und diejenigen, die noch zögern, aufs Fahrrad umzusteigen. Trotz wiederholten Beteuerungen, Fahrradfahren zu fördern, passiert das Gegenteil: Verbot des Fahrradfahrens auf dem Hauptfahrradweg über die Ersatz-Cäcilienbrücke; holprige, wenig fahrradfreundliche Pflasterung von neuen Radwegen, um die darunter liegenden Versorgungsleitungen besser zu erreichen. Als Folge immer wieder Absperrungen der Radwege ohne Vorankündigungsschilder und ohne Umleitung und ausreichende Ausweichmöglichkeiten bei Reparaturen an den Versorgungssträngen.
Radwege werden als Abdeckungen von Versorgungsleitungen und zur Freihaltung der Autostraße als schmale Bänder am Straßenrand geplant statt eines eigenständigen Radwegenetzes (...).
Um die Empörung vieler Radfahrerinnen und -fahrer zu verstehen, stelle man sich gleiche Maßnahmen für die Autofahrer auf der Cloppenburger Straße vor. Die Verwaltung hat durch diese Maßnahmen das in sie gesetzte Vertrauen aus Radfahrersicht demontiert. Sie muss mit klaren Entscheidungen zu einer zügigen Gleichbehandlung (...) gedrängt werden. Die Fahrradstraße könnte dazu beitragen, die hohe Anzahl von an Radfahrerinnen und -fahrern auf über 50 Prozent der innerstädtischen Fahrten zu erhöhen und damit Klimaneutralität, Energiesparen und Gesundheit fördern.
Durch Überholen mit überhöhter Geschwindigkeit ohne ausreichenden Sicherheitsabstand, Parken auf Radwegen und Missachtung der Vorfahrt betonen auch Autofahrer die Notwendigkeit weiterer Fahrradstraßen.
