„Schale Leopold“ bietet mehr Komfort

Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich eine Modernisierung des Marschwegstadions befürworte. Es war unverantwortlich von Seiten der Stadt, dieses Stadion für so lange Zeit zu vernachlässigen. So geht man nicht mit dem Eigentum der Bürger:innen um.

Was mich allerdings entsetzt hat, ist die Aussage von Herrn Husmann, dass die Stadt zu einer Modernisierung verpflichtet ist, wenn weiterhin höherklassiger Fußball gespielt werden soll. Was Herr Husmann unter höherklassigem Fußball versteht, das sei mal dahingestellt, allerdings von einer Verpflichtung von der Seiten zu Stadt zu sprechen, wenn es um Auflagen des DFB geht, ist unerhört. Der OB wird immer noch von den Bürger:innen dieser Stadt gewählt und nicht vom DFB. Auch der Rest der Verwaltung ist dem DFB gegenüber nicht verpflichtet. Verpflichtet ist ausschließlich die Mannschaft, die sich dem Diktat des DFB oder DFL unterwirft und dafür dann auch entsprechende Gelder vom DFB oder DFL erhält.

Ich würde mir, was das Thema Profifußball und DFB oder DFL angeht, eine nicht so tendenziöse Berichterstattung wünschen. Im Profifußball werden Milliarden umgesetzt, die unter anderem bereits über die Rundfunkgebühren, teilweise von den Bürger:innen mitbezahlt werden. Hier die Steuerzahler:innen noch weiter in die Pflicht nehmen zu wollen, ist eine Unverschämtheit. Wohlgemerkt, wie sprechen hier nicht vom Breitensport, sondern ausschließlich vom Profisport.

Cornelia Zwirn Oldenburg