Aus dem Artikel und der Behandlung der Fahrradstraße „Achse Nord“ in Rat und Verwaltung spricht wieder einmal die unendliche Kleinmütigkeit Oldenburgs beim Thema Radverkehr. Anstatt für diese ideal gelegene zentrale Fahrradachse zwischen dem Nordwesten und dem Zentrum eine direkte Führung zu suchen und zu diskutieren, wird wieder einmal hauptsächlich über Stellplätze und Fahrbahnbreiten gestritten.
Das einzige wirklich entscheidende Thema wird ausgeblendet: Wie gelingt es, zwischen den Straßen Nedderend und Babenend in Tieflage die dortige Kreuzung der DB-Strecke und der Autobahn zu unterqueren?
Das kommt natürlich spät, ist eine bauliche Herausforderung und wird auch nicht billig, aber ohne diese einladende „Immer-geradaus-Linie“ vom Fliegerhorst über den Mittelweg und den Friedrich-August-Platz zum Pferdemarkt bleibt die geplante „Achse Nord“ jämmerliches Stückwerk, das keine Mittelausgabe rechtfertigt. Vermutlich hat die Verwaltung die Lösung längst angedacht, und es fehlt nur ein mutiger politischer Anstoß…
