Entscheidung in Stadionfrage forciert

Im Gegensatz zu anderen Sportarten ist der Profifußball offenbar ein Reizthema. Das mag an den häufig negativen Begleitumständen mit Fangruppen, Parkplatzproblemen, Lärm- und Flutlicht für Abendspiele, Kosten für Sicherung der Spiele liegen und für Bürger unzumutbar werden. Hier hat die Politik ja bereits vor Jahren dem Marschwegstadion eine klare Absage, trotz eines Tribünenbaues für 4000 Zuschauern, erteilt.

Wirtschaftlich macht es kaum Sinn, ein neues Stadion zu bauen, in dem lediglich 20 Spiele im Jahr stattfinden. Von einer Nachhaltigkeit kann da keine Rede sein. (...)

Jetzt hat man kein drittligataugliches Stadion und ein Marschwegstadion, mit Tribüne für 4000 Zuschauer, auf der die Sitze einstauben und vor sich hin rotten. Ein bisschen viel Oldenburger Lokalkolorit ist da enthalten.

Während der VfB sich vor vielen Jahre aus dem TV-gerechten Fußball verabschiedet hat und bis in die 5. Liga runter musste, haben andere Vereine das Vakuum genutzt, ihre Sparten ausgebaut oder neu gegründet (VfL, TvdH, OTB, EWE Baskets, die Oldenburg Knights usw.). Oldenburg ist sportlich breit aufgestellt und das ist gut so. Viele Bürger können sich in den vielen Sportfacetten wiederfinden und nutzen sie.

Wenn der VfB es denn überhaupt schafft aufzusteigen, wird wohl ein überregionaler Sponsor notwendig werden, denn die regionalen Sponsorengelder sind schon lange vergeben.

So lange nicht Steuergelder oder Bürgschaften für den VfB zugesagt werden, kann er gerne in die 3. Liga aufsteigen. Wo allerdings ein Stadion dafür stehen könnte, bleibt ungewiss. Am Ende will kein Stadtteil ein Stadion für Profifußball in Wohnortnähe haben. (...)

Michael Köhler Oldenburg

c

Ich habe (...) mit großem Interesse den Bericht zu einem neuen Fußballstadion für Oldenburg gelesen. Ich verstehe die Diskussionen dazu, dass die Stadt den Umbau des Marschwegstadions nicht in Erwägung zieht. Allerdings finde ich auch die Wahl eines Standortes bei der Weser-Ems-Halle für nicht gut überlegt, alleine schon wegen der Verkehrsbelastung für die Anwohner. Man sollte sich Gedanken darüber machen, einen Standort zu wählen, der am Rand von Oldenburg direkt in der Nähe der Autobahn liegt.

Uwe Salinski per E-Mail