Personalkosten belasten Oldenburger Pflegedienste

„Personalkosten belasten Oldenburger Pflegedienste“ titelte die NWZ am 16. September ihren Bericht über den Protest von Pflegediensten vor dem Landtag in Hannover und erweckte mit dieser Überschrift den Eindruck, gestiegene Löhne für das Pflegepersonal brächten die Pflegedienste in Existenznot.

Trotz Steigerungen liegen die Mindestlöhne in der häuslichen Pflege nach wie vor im bzw. am Rande des Niedriglohnbereichs. Für Fachkräfte mit zweijähriger Ausbildung beträgt der Mindestlohn 13,20 Euro, für diejenigen mit einer dreijähriger Ausbildung 15 Euro die Stunde. Selbst bei den 17,75 Euro, die der PLL Pflegedienst angibt, seinen MitarbeiterInnen zu zahlen, liegt das damit erzielte Monatseinkommen immer noch 1000 Euro unter dem durchschnittlichen Einkommen Vollzeit-Beschäftigter in Deutschland.

Die Löhne können also nicht das Problem der Pflegedienste sein. Für die in der häuslichen Pflege Tätigen sind sie es sehr wohl, weil sie zu niedrig sind.

Gerd Hunke Oldenburg