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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

1:0 für den EM-Song aus Oldenburg

04.06.2016

Oldenburg Wie klingt die Hymne zur Fußball-Europameisterschaft, welche Musik wird über die Fanmeilen schallen? Die ARD setzt auf das Duo Felix Jaehn/Herbert Grönemeyer, deren Song „Jeder für Jeden“ aber kaum als Stadionhit taugt. Hübsch, aber traurig wirkt der EM-Song des ZDF, „Wir sind groß“ von Mark Forster. Ein Oldenburger will die großen Namen mit seinem Lied ins Abseits stellen: Raphael Leskys, der mit seinen stimmlichen Qualitäten schon zweimal bei „Classic meets Pop“ überzeugt hat, betritt mit dem Ohrwurm „Steht auf Deutschland“ das musikalische Spielfeld.

Dem 24-jährigen Sänger ist eine knapp vierminütige Popnummer geglückt, die ein sportliches Tempo anschlägt und mit eingespielten Fangesängen und dem Original-Kommentar zu Mario Götzes WM-Siegtor vor zwei Jahren für Stadionatmosphäre sorgt. Der Refrain ist eingängig: „Kommt, steht auf! Lasst uns wieder Deutschland sein – Schwarz-Rot-Gold, unser Verein, keiner steht allein“, singt Raphael. Unterstützung bekommt er von Background-Sängerin Emily Hartinger (21). Zusammen haben sie Raphaels Song im Tonstudio Cubetribe an der Alexanderstraße eingesungen.

Da ist eine Menge Fleiß und Liebe reingeflossen“, sagt Audiotechniker Dennis Westermann (32), der das Stück produziert hat. Er ist seit 2013 selbstständig und betreibt das Studio seit September 2014 an dieser Stelle (der ehemaligen Lohnbuchhaltung von Aktiv/Irma). Er hat Raphael und Emily für den EM-Song zusammengebracht. Wenn Özil und Gomez auf dem Platz ähnlich gut harmonieren wie die beiden Oldenburger im Tonstudio, muss man sich um die Nationalelf keine Sorgen machen. Mit Emily, die sich bei derNWZ  im zweiten Lehrjahr als Medienkauffrau ausbilden lässt, will er eine eigene EP aufnehmen, die Ende des Jahres erscheinen soll.

Der EM-Song wird in der nächsten Woche unter Raphael Leskys Künstlernamen „Rayles“ feat. Emily veröffentlicht. Vermarktung und Vertrieb übernimmt das Label DA Music. „Steht auf Deutschland“ wird nicht als Single in die Läden kommen, sondern auf den üblichen Download-Portalen im Internet erhältlich sein. Der Lokalsender Oeins liefert dazu bewegte Bilder, die auf der Video-Plattform „YouTube“ für zahlreiche Aufrufe sorgen sollen. Um den Song fürs Video in Szene zu setzen, hatte Raphael via Facebook nach einer Fußballmannschaft gesucht – unter den zehn Teams, die sich gemeldet hatten, bekam der FC Wittsfeld den Zuschlag. Am Mittwoch wurde auf dem Platz an der Brandenburger Straße gedreht. Mittelfeldspieler Hossein Dadari (31) war nach dem ersten Hören des Songs begeistert: „Klingt super, geiles Ding, tolle Stimme“, lobte der Kicker.

Erst vor knapp drei Wochen hatte ein Freund Raphael Leskys auf die Idee gebracht, einen EM-Song aufzunehmen: „Da musste dann alles ganz schnell gehen.“ Die poppige Fußball-Hymne zeigt einmal mehr die Vielseitigkeit des 24-jährigen Sängers, der sich normalerweise mit der Band Claydown dem Hardrock verschrieben hat. Ob „Steht auf Deutschland“ ein Erfolg wird, darüber macht er sich „keinen Kopf“. Hauptsache ist für ihn, dass es Spaß bereitet hat. „Schön wäre es, wenn der Song beim Public Viewing in Oldenburg gespielt werden würde“, wünscht sich Leskys.

Deutschland traut der fußballverrückte Musiker übrigens den EM-Titel zu, getippt hat er aber – wegen der guten Quote – auf Irland als Europameister.

Stephan Onnen
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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