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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

100 Flüchtlinge beim Marathon

25.05.2016

Oldenburg „Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft.“ Dieses Zitat des legendären Langstreckenläufers Emil Zátopek mag Pate gestanden haben bei der Ideenfindung für das Projekt „Integration läuft“ des Rotary-Clubs Oldenburg-Schloss – denn Laufen verbindet Menschen, egal woher sie stammen.

Club-Präsident Frank Reiners hatte auf dieser Basis die Vorstellung entwickelt, möglichst viele in Oldenburg lebende Geflüchtete in die bestehenden Laufgruppen aufzunehmen, und ihnen damit das Ankommen in Vereinen und Stadt zu erleichtern. Und wenn alles klappte, dann würden sich schon beim Oldenburg Marathon am 23. Oktober Dutzende Flüchtlinge im Feld befinden. Einstimmig votierten die Clubmitglieder dafür, dieses Projekt umzusetzen.

Die Idee hat inzwischen viele Oldenburger begeistert. 20 Vereine folgten dem ersten Rotary-Aufruf, der Stadtsportbund übernahm übergeordnete Aufgaben, es wurden Sprachmittler gefunden und die Kommunalen Gemeinschaftsunterkünfte besucht.

Und so konnten am Dienstag Vertreter von Rotary, Stadtsportbund und der Organisatoren des „Oldenburg Marathons“ das Projekt bereits in der Sicherheit vorstellen, dass es funktionieren wird. „Rund 100 Flüchtlinge werden am Marathon teilnehmen“, wie Jürgen Müllender, der das Projekt bei den Rotariern gemeinsam mit Andrea Reschke verantwortet, ankündigte.

Oldenburgs Läuferschaft ist inzwischen aufgefordert, Laufschuhe zu spenden. Das soll beim Everstener Brunnenlauf am Sonntag, 5. Juni, geschehen, wie Dirk Spekker berichtete, Orga-Leiter des Oldenburg Marathon und Mitstreiter des Lauftreffs beim TuS Eversten. Der Rotary-Club sorgt für die T-Shirts mit dem Emblem von Integration läuft.

Vor dem Marathon steht natürlich die Vorbereitung im Mittelpunkt. Bei den Besuchen in den kommunalen Gemeinschaftsunterkünften erfuhren die Rotarier mit ihren Mitstreitern, dass es unter den Flüchtlingen viele unterschiedliche Vorstellungen zum Laufen gibt: Einige junge Männer wollen gern in leistungsorientierten Gruppen trainieren, es gibt aber auch Wünsche von Frauen, die mit ihren Kindern an einem Walking-Angebot teilnehmen möchten. Einige Laufgruppen, so berichtete Spekker, werden an den Unterkünften starten, etwa an der Adenauerallee und in Tweelbäke.

Beim Stadtsportbund ist die Integrationsbeauftragte Gerardina Topo Schnittstelle zwischen Vereinen und Projekt. Der SSB-Vorsitzende Gero Büsselmann freute sich: „Integration braucht bürgerschaftliches Engagement.“

Müllender ergänzte: „Das Projekt ist nachhaltig angelegt. Es wird nicht mit dem Marathon enden.“

Thorsten Kuchta
stv. Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2102

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