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Fahrrad: 100 000 Kilometer auf dem Sattel

17.05.2017

Bürgerfelde Wer kennt es nicht? Mal eben schnell zum Einkaufen, oder morgens zur Arbeit, klar, dafür nehme ich das Auto, ist doch auch viel schneller und einfacher! Doch Gerda Kemnitz sieht das nicht so. Die Bürgerfelderin nimmt lieber das Fahrrad. Ob zum Supermarkt, zur Arbeit oder zu Freunden – überall geht es mit dem Rad hin, da kommt gar nichts Anderes in Frage.

Ärztlicher Rat fürs Rad

Als ihr Arzt der 67-Jährigen vor 35 Jahren aus gesundheitlichen Gründen empfohlen hatte, etwas mehr Sport zu treiben, entdeckte sie das Fahrradfahren wieder neu für sich. Immer öfter blieb das Auto in der Garage und mit kleinen Radtouren zusammen mit Mann Helmut (71) wurde das Radfahren mehr und mehr zum Hobby.

Im Jahr 2005 legten beide sich ein sogenanntes „Oldenburger-Bike“ zu. Wie berichtet, hatten Meisterbetriebe der Zweiradmechaniker-Innung Oldenburg im Jahr 2004 die Weiterentwicklung des Vorgängermodells in Zusammenarbeit mit dem Oldenburger Hersteller Rabeneick auf den Markt gebracht. Dazu kaufte sich Gerda Kemnitz auch einen Tacho. Anfangs wollte sie nur aus Spaß ab und zu mal überprüfen, wie viel sie so fährt. Es war eigentlich nur als Kontrolle für sie selbst gedacht, noch ganz ohne großen Plan. „Doch irgendwann entstand dann die Idee, mit diesem Rad erst 100 000 Kilometer zu fahren, bevor ich mir ein neues kaufe“, erzählt sie.

Beim Stand von 80 000 Kilometern musste das Kugellager repariert werden. Gerda Kemnitz erinnert sich: „In der Werkstatt glaubte niemand mehr, dass das Fahrrad es noch lange macht.“ Da war ihr Ehrgeiz erst recht geweckt und der Ansporn, es bis 100 000 zu schaffen noch größer. Vorher sollte noch kein neues Fahrrad her.

Am Donnerstag, 4. Mai, es regnete den ganzen Tag, machte Gerda Kemnitz sich auf den Weg von Bürgerfelde zur Unicef-Arbeitsgruppe nach Eversten, wo sie ehrenamtlich arbeitet. Als sie wieder zurück fuhr, war es dann so weit, sie schaute immer mal wieder gespannt auf die Tachoanzeige, hielt an, um fotografisch die Zahl 99 999 festzuhalten. Und als sie am Artillerieweg entlang radelte, knackte sie die 100 000. Aus Zufall erreichte sie ihr Ziel genau an einem für sie markanten Punkt. Als Kind hatte sie in dieser Straße gelebt und damals hier das Fahrradfahren gelernt.

Die magische 100 000 habe sie mit „ganz normalen Fahrten des Alltags“ in Oldenburg und Umgebung erreicht, sagt die 67-Jährige. Die ehemalige Grundschullehrerin fuhr, bis zur ihrer Pensionierung im Jahr 2013, jeden Tag 16 Kilometer hin und zurück von Bürgerfelde nach Osternburg zur Paul-Maar–Schule.

Dazu kamen die Radtouren mit ihrem Mann. Gerade in den warmen Sommermonaten sind beide nachmittags oder am Abend gerne noch mal los – manchmal bis ins Ammerland.

„Das Fahrrad ist ein fester Bestandteil unseres Lebens und steht an erster Stelle.“, verrät Gerda Kemnitz. „Beim Fahrradfahren bin ich an der frischen Luft und bekomme Bewegung, außerdem macht es Spaß und ich kann die Gedanken schweifen lassen. Nachteile gibt es für mich dabei nicht.“

Nur selten mit dem Auto

Kälte, Wind und Regen sind der 67-Jährigen egal, nur wenn es glatt ist oder nachts, fährt sie mit dem Auto. Der Wagen hat übrigens auch bald die 100 000 runter, ist aber auch schon doppelt so alt wie das „Oldenburger-Bike“. Das Fahrrad ist zum Hauptfortbewegungsmittel im Hause Kemnitz geworden, mit dem Auto fährt das Ehepaar nur selten. Die meisten Kilometer kommen damit eigentlich nur für die Fahrten in den Urlaub zusammen. Im Winter fährt die Fahrradliebhaberin 600 bis 700 Kilometer im Monat, im Sommer sogar teilweise über 1000 Kilometer.

Für Gerda Kemnitz ist das Fahrradfahren nicht nur Mittel zum Zweck, sondern auch ein Hobby. „Andere joggen oder spielen Fußball, ich schwinge mich auf den Sattel“, sagt sie und fügt hinzu. „Ich fahre aber nicht peinlichst genau auf den Kilometer, es ergibt sich einfach so.“

Ihr Mann Helmut hat übrigens auch bald die magischen 100 000 erreicht.

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