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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

So quält man sich durch die Sandhölle Bümmerstedes

04.09.2017

Oldenburg Nach einer langen und anstrengenden Bahnsaison war ich auf der Suche nach einem passenden Saisonabschluss. Beim Airborne Fit Run bin ich schließlich fündig geworden. Bereits vor fünf Jahren war ich bei diesem Hindernislauf in Bümmerstede einmal am Start gewesen. Diesmal beschränkte ich mich allerdings auf die 10 Kilometer „kurze“ Variante.

Mehr als dreihundert Läufer standen mit mir an der Startlinie – da hieß es nach dem Startschuss gut wegzukommen, um nicht schon beim ersten Hindernis warten zu müssen. Dies ließ allerdings fast zwei Kilometer auf sich warten, so dass ich schon dachte, der Veranstalter hätte vergessen, eins aufzubauen. Der Weg dorthin zeigte aber schon, dass die zehn ausgeschriebenen Hindernisse nicht unser einziges Problem sein würden. Teilweise tiefer, loser Sand auf der Laufstrecke ließ erahnen, was uns noch erwarten sollte.

Drunter und Drüber

Aber zunächst kam erst einmal das erste Hindernis mit dem Namen „Drunter & Drüber“. Verteilt über hundert Meter mussten zehn Holzwände überquert oder unterkrochen werden. Meine Taktik, schnell anzulaufen, machte sich bezahlt, denn schon wenig später hieß es dort anstehen, während ich noch ohne Pause über die Hürden kam. Nun konnte ich das Tempo etwas rausnehmen, da sich das Feld durch die Wartezeiten am ersten Hindernis etwas auseinanderzog. Das nächste Hindernis nannte sich lustigerweise „Pferdesprung“, nur dass wir nicht springen, sondern uns unter einem Balken durchrollen mussten. Alles kein Problem. Nun war es aber auch vorbei mit Waldwegen. Ging es nicht über Sandpisten, führte die Strecke querfeldein, auf und ab.

Auch das nächste Hindernis ließ nicht lange auf sich warten: Reifenschleppen über die Sandpiste. Vor fünf Jahren mussten wir die Reifen noch durchlaufen. War mir deutlich sympathischer. Fahrradreifen hätten es auch getan. Schon wenig später wurde ich allerdings für die Schlepperei entschädigt – mein absolutes Highlight und ein Zuschauermagnet: „Das Loch“. Nach einem kurzen Tunnel mit sandigem Untergrund wartete ein anderthalb Meter tiefer Wassergraben auf uns. Während andere sich vorsichtig hineingleiten ließen, sprang ich beherzt hinein und tauchte auf die andere Seite. Um aus dem Graben herauszukommen, musste man sich an einem Tau nach oben ziehen. Auch hier gab es verschiedene Varianten. Ich wählte die, mich nur mit Hilfe meiner Arme aus dem Graben zu ziehen.

Klitschnass ging es weiter. Nach einer kurzen Laufstrecke kam ich zur neuesten Errungenschaft der Macher des Laufs. Sinnigerweise hieß das Hindernis auch „Das Neue“. Eine spitzdachförmige Konstruktion musste mit Hilfe eines Taus überwunden werden. Auf der Rückseite gab es die Alternativen, sich mit einem weiteren Tau herabzulassen oder einfach runterzugleiten. Letzteres wirkte auf mich vertrauenserweckender. Das anschließende Hangeln in zwei Metern Höhe gehörte definitiv nicht zu meinen Lieblingsübungen: Bereits nach der Hälfte der fünf Meter stürzte ich ab. Besser gefällt mir da schon das Hindernis „Watt ‘n Deich“. Hier ging es mehr um Geschick als um Kraft. Vor einem mit einer rutschigen Plane bedeckten Hügel lag ein knöcheltiefer Wassergraben, der durchlaufen werden musste, bevor es den Hügel hochgeht. Mit der richtigen Geschwindigkeit kein Problem. Jetzt warteten nur noch drei Hindernisse auf mich, wobei die nächsten beiden kriechenderweise überwunden werden müssen. Gefühlte hundert Meter durch losen Sand zu kriechen, erinnerte mich an meinen Wehrdienst und zehrte ganz schön an den Kräften. Aber irgendwann war auch das geschafft.

Weiter mit Sandsäcken

Beim vorletzten Hindernis, dem Wassertunnel, kombinierten wir das zuvor Erprobte wie in einem letzten Bad in hüfthohem Wasser. Danach wurde es noch einmal richtig gemein: Das Ziel schon in Sichtweite, lud uns der Veranstalter zwölf Kilo schwere Sandsäcke auf, Frauen einen und Männern zwei. Wo bleibt da die Gleichberechtigung? Einmal befreit von diesem Zusatzgewicht, flog ich kaputt – aber stolz es geschafft zu haben – dem Ziel entgegen. Nach 1:11:21 Stunden überquerte ich als 62. von über 500 Läufern die Ziellinie. Trotz aller Anstrengungen hatte es sich gelohnt und viel Spaß gemacht. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen.

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