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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Athletinnen machen große Sprünge

21.02.2015

Oldenburg Zur deutschen Elite in ihrer jeweiligen Sportart zählen die drei Oldenburgerinnen, die an diesem Wochenende im Rahmen der Oldenburger Sportlerwahl 2014 vorgestellt werden. VfL-Handballerin Angie Geschke sowie die Leichtathletinnen Ruth Spelmeyer (ebenfalls VfL) und Friedelinde Petershofen (DSC, jetzt SC Potsdam) haben sich ihre Nominierung mit starken Leistungen auf nationaler oder sogar internationaler Ebene verdient.

„Ein Glücksfall für uns“

„Angie ist ein Glücksfall für uns. Nicht zuletzt aufgrund ihrer starken Leistungen sind wir so erfolgreich“, sagt VfL-Trainer Leszek Krowicki über seine torgefährliche Rückraumspielerin. Die 29-Jährige ist ein ganz wichtiger Baustein für den Handball-Bundesligisten. Geschke war im September 2013 nach einem kurzen Gastspiel in Leverkusen zum VfL zurückgekehrt, seit Sommer 2014 führt sie den dreimaligen deutschen Pokalsieger als Spielführerin aufs Feld.

„Angie stellt sich ganz in den Dienst der Mannschaft. Mit ihrer Klasse und Erfahrung hilft sie unserer jungen Mannschaft in ihrer Entwicklung richtig weiter“, betont Krowicki. Geschke und der VfL befinden sich in der aktuellen Bundesligasaison 2014/15 stramm auf Kurs in Richtung Europapokal-Teilnahme. Auch dank der Tore von Geschke, die mit 116 Treffern auf Platz zwei der Torschützenliste steht.

Dass solche Qualitäten auch im Nationalteam gefragt sind, versteht sich von selbst. Seit 2014 zählt Geschke wieder zum festen Stamm der DHB-Auswahl. 75 Länderspiele (128 Tore) stehen inzwischen für sie zu Buche. Bei der EM 2014 in Ungarn und Kroatien bewies sie ihre Allrounder-Qualitäten und avancierte zu einer der besten Spielerinnen der am Ende zehntplatzierten deutschen Frauen.

WM und EM als Ziele

In einen neuen Lebensabschnitt ist Friedelinde Petershofen 2014 gestartet. Die Stabhochspringerin, die zuvor für den DSC zahlreiche Erfolge auf Landes- bis Bundesebene gefeiert hatte, zog im Oktober nach Potsdam, um dort Sport und Biologie zu studieren und sich am Olympia-Stützpunkt sportlich weiterzuentwickeln. „Mir geht es hier sehr gut“, erzählt die 19-Jährige, die zuvor schon in den U-20-Bundeskader aufgenommen worden war.

„Nach dem Umzug musste ich mich erst einmal an die neuen Standortbedingungen gewöhnen: anderes Training, mehr Training“, erklärt die Stabhochspringerin und fügt hinzu: „Erstmals alleine in einer eigenen Wohnung zu leben und sich um alle Dinge selber kümmern zu müssen, ist schon etwas besonderes.“

Im vergangenen Jahr wurde sie zum wiederholten Male Norddeutsche Meisterin der U 20 (Halle und Freiluft), holte wie 2013 Bronze bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften und wurde Landesmeisterin der Frauen.

2015 hat sie buchstäblich einen großen Sprung gemacht. Die 19-Jährige hat ihre Bestmarke schon um 23 Zentimeter auf 4,15 Meter geschraubt, wurde Berlin-Brandenburgische Landesmeisterin der Frauen, schob sich auf Platz acht der aktuellen deutschen Bestenliste vor und qualifizierte sich für die Hallen-DM an diesem Wochenende in Karlsruhe. „Da kann ich erst einmal noch nicht so viel erreichen“, sagt sie bescheiden. Mittelfristig will sie in Potsdam mit Bundesnachwuchstrainer Stefan Ritter ihre Stabhochsprung-Technik (besteht aus 140 Einzelbewegungen) verfeinern, sich konditionell steigern und den Sprung zu Welt- und Europameisterschaften der U 23 schaffen.

Auf dem Weg zu Olympia

Ihre nationale Spitzenposition über die 400 Meter untermauern will in Karlsruhe Ruth Spelmeyer. In Abwesenheit der verletzten Dauerrivalin Esther Cremer (TV Wattenscheid) ist der Titel das klare Ziel der Oldenburgerin, die sich 2014 endgültig als deutsche Nummer zwei im Langsprint etabliert hat. Ihr „wichtigstes und schönstes Wettkampf-Erlebnis“ sei die Team-EM in Braunschweig gewesen. Dort machte die VfLerin im Juni den deutschen Titeltriumph als Schlussläuferin über 4 x 400 Meter perfekt, als sie durch einen starken Endspurt die Französinnen von Rang zwei verdrängte. „Eine fantastische Atmosphäre“, erinnert sich Spelmeyer, die später bei der EM im August in Zürich mit der deutschen Staffel Platz sechs belegte.

Bei der DM im Juli 2014 hatte sie im Regen von Ulm hinter Cremer Platz zwei erreicht. „Das war in Ordnung, aber ich wollte eigentlich unbedingt Bestzeit laufen. Leider ist mir das 2014 nicht gelungen“, sagt die ehrgeizige VfL-Sprinterin, die im Februar immerhin ihre Hallen-Marke auf 53,43 Sekunden steigerte und damit Bronze bei der DM in Leipzig holte.

Ihre aktuelle Freiluft-Bestzeit hatte sie im Juli 2013 beim ersten DM-Silber gelaufen (52,63). „Ich denke, dass ich generell auf einem guten Weg bin“, sagt Spelmeyer zu ihrem großen Ziel, der Teilnahme an Olympia 2016 im brasilianischen Rio de Janeiro. Sie geht davon aus, dass sie dafür eine Zeit um 51,50 Sekunden vorweisen muss.

„Das ist noch einmal ein ziemlicher Sprung, aber nicht unmöglich“, meint die in Hannover lebende und trainierende Bundeskader-Athletin, die ihr Psychologie-Studium in Hildesheim für den sportlichen Erfolg streckt. „Es dauert ein bisschen länger – ich mache so viel, wie ich mir zutraue“, erklärt die 24-Jährige, die wie 2013 jüngst zur Niedersächsischen Leichtathletin des Jahres gekürt wurde: „Ich finde es total cool, wenn die Menschen gut finden, was ich mache.“

Jan-Karsten zur Brügge
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2034
Otto-Ulrich Bals
Redaktionsleitung
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0441 9988 2030

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