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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Athletinnen schieben Karriere an

14.02.2015

Oldenburg Dass es nicht einfach ist, sportlich höchste Ansprüche mit der beruflichen Karriere in Einklang zu bringen, wissen zumindest zwei der für die laufende Wahl der Oldenburger Sportler des Jahres 2014 nominierten Frauen. Ju-Jutsuka Verena Rücker vom Polizei SV und Jule Dirks vom Oldenburger Ruderverein haben in der Vergangenheit viel investiert, um auf nationaler oder sogar internationaler Bühne zu glänzen. Dirks ordnet ihre erfolgreiche Sport-Karriere nun der beruflichen Laufbahn unter.

Duales Studium

„Ganz leicht fällt mir das nicht – aber um auf Olympia-Ebene zu kommen, hätte ich für den Sport alles andere aufgeben müssen“, sagt Dirks, die zwar weiter bei kleinen Regatten und Landesmeisterschaften starten will, aber sich nun vor allem auf ihr duales Sport-Studium bei einem Fitness-Unternehmen in Hamburg konzentrieren will. Im März steht der Umzug in die Hansestadt an. In der dreieinhalbjährigen Ausbildung absolviert die ehrgeizige 20-Jährige durchgängig eine normale 40-Stunden-Woche und zugleich das dazugehörige Fernstudium.

Nachdem Dirks 2006 dem ORVO beigetreten war, hatte sie drei Jahre später den leistungsorientierten Weg eingeschlagen. Ein Jahr später war sie schon Deutsche Meisterin und Mitglied des Nationalkaders. 2012 und 2013 folgten WM-Teilnahmen im Junioren- und U-23-Bereich.

„2014 habe ich Abitur gemacht und bin deshalb in einer anderen Bootsklasse gestartet“, erklärt die 20-Jährige, die sonst hauptsächlich im Zweier mit einer Partnerin angetreten war. „Im vergangenen Jahr bin ich im Einer gestartet, um meine Trainingseinheiten den Anforderungen für das Abitur anzupassen“, erklärt Dirks, die trotzdem Platz neun in der nationalen Rangliste verbuchte, fünf Landestitel feierte sowie Silber und Bronze auf norddeutscher Ebene holte. Zudem führte sie den U-23-Achter des DRV bei der DM überraschend auf Platz zwei.

„Keine Eintagsfliege“

Als Zehnjährige kam Rücker 2002 in Delmenhorst zum Ju-Jutsu. Ihren ersten richtigen Wettkampf bestritt sie erst 2010. „Hier in Oldenburg“, blickt die 22-Jährige zurück: „Da habe ich alle Kämpfe sehr schnell verloren – aber das hat meinen Ehrgeiz geweckt.“ Nachdem sie 2012 in der U-21-Klasse Zweite der Norddeutschen und Dritte der Deutschen Meisterschaften geworden war, wechselte sie ein Jahr später zum PSV, um hier „richtig in den Leistungssport einsteigen zu können“.

Anfangs pendelte sie einmal wöchentlich nach Oldenburg. Spätestens nach dem zweiten DM-Bronze tat sie es fast täglich. „Das hat mich pro Strecke mindestens eine Stunde gekostet – wenn ich nicht gerade den Zug verpasst habe“, sagt Rücker. Der große Trainingsfleiß brachte ihr zuletzt Gold auf niedersächsischer und norddeutscher Ebene sowie DM-Silber ein.

Seit Ende 2014 ist Oldenburg ihr beruflicher und privater Lebensmittelpunkt. „Es war ein intensives Jahr, da ich zur Wettkampfhauptzeit in der Examensvorbereitung steckte und so neben dem normalen Dienst noch lernen, trainieren und den Umzug planen musste“, erzählt die Gesundheits- und Krankenpflegerin in der neurologischen Frührehabilitation. Generell bestehe die Schwierigkeit, neben Früh-, Spät- und Nachtdienst sowie jedem zweiten Wochenende auf der Arbeit ausreichend zum Training zu kommen. Aufzuhören ist aber kein Thema: „Ich will mein Niveau mindestens halten und keine Eintagsfliege gewesen sein.“

Jan-Karsten zur Brügge
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2034

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