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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Auch Ogden profitiert von Glücksfall Lange

18.06.2011

OLDENBURG „Gerold Lange ist ein absoluter Glücksfall für den Oldenburger Basketball.“ Mit dieser Aussage unterstreicht Ralph Ogden, ehemaliger Spieler und Trainer der Basketballer des Oldenburger TB, dem Stammverein der heutigen EWE Baskets, die großen Verdienste Langes um dessen Lieblingssportart. Der 78-Jährige war – wie berichtet – vor einer Woche als Geschäftsführer der EWE Baskets nach seinem 35-jährigen, unvergleichlichen Engagement für den Oldenburger Basketball verabschiedet worden.

Beste Verbindungen

Der ehemalige NBA-Profi Ralph Ogden aus den USA (u.a. San Francisco Warriors 19971/72) weiß, wovon er spricht, denn er ist ein Zeitzeuge des Wirkens von Lange. Dieser verstand es vorzüglich, seine berufliche Tätigkeit als Vorstandsmitglied des ehemaligen Oldenburger Molkerei-Unternehmens MZO mit seinem Engagement für den Basketball zu verbinden. Außer Ogden profitierten auch zahlreiche weitere Spieler des OTB und der Baskets von dessen weitreichenden Verbindungen.

Schließlich war es Lange, der Mitte der 70er-Jahre wesentlich dazu beitrug, dass der damals praktisch am Boden liegende Oldenburger Basketball wiederbelebt wurde. Dies führte nach dem Bundesliga-Aufstieg des OTB (1985) letztlich sogar bis zum Gewinn der deutschen Meisterschaft in 2009, den wohl anfangs nur ganz wenige erwartet hatten.

Außerdem hatte Lange in Zusammenarbeit mit Baskets-Geschäftsführer Hermann Schüller Mitte der 90er-Jahre wesentlichen Anteil an der zwischenzeitlichen Fusion der Basketballer des OTB und der TSG Westerstede. Damit war der Grundstein für eine bis heute anhaltende Basketball-Euphorie in Oldenburg gelegt worden.

„Gerold Lange war stets sofort zur Stelle, wenn ein Spieler oder Trainer Rat oder Hilfe brauchte“, erinnert sich Ogden. „Das erfolgte völlig unbürokratisch und teilweise auf recht ungewöhnliche Art und Weise. So war es für ihn und seine Frau nicht außergewöhnlich, wenn Spieler kurzerhand bei ihm privat untergebracht wurden.“

So hatte Lange auch erheblichen Anteil daran, dass Ogden 1976 aus Osnabrück nach Oldenburg wechselte und damit den bemerkenswerten Umschwung im Oldenburger Basketball einleitete. „Nach meinem Wechsel aus Amerika nach Deutschland spielte ich zunächst für den VfL Osnabrück und Ruwa Essen“, erzählt Ogden. „Ich lebte jedoch, nachdem ich meine heutige Ex-Frau, eine Oldenburgerin, kennengelernt hatte, damals schon in Oldenburg. 1976 nahm Gerold Lange Kontakt zu mir auf und sorgte dafür, dass ich nicht nur beim OTB Basketball spielte, sondern auch bei der MZO eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann erhielt“, berichtet der gebürtige Kalifornier.

„Diese Ausbildung kommt mir noch heute zu Gute und hat für eine sichere berufliche Existenz für mich gesorgt“, betont der 63-Jährige: „Und in dieser Art hat Gerold Lange vielen Spielern geholfen.“

Wie ein Vater zu Ogden

Unvergessen bleibt für Ogden vor diesem Hintergrund eine Aussage seines Mentors in der Anfangszeit des US-Amerikaners beim OTB: „Eines Tages rief mich Herr Lange in sein Büro und sagte zu mir: Herr Ogden, ich habe kein Hobby, ab sofort sind sie mein Hobby!“ Und so könne er heute mit Fug und Recht sagen: „Herr Lange war wie ein Vater für mich.“

Lange kümmerte sich aber nicht nur auf eine ganz spezielle Art um Spieler und Trainer, sondern etwa auch um die Mitarbeiter der Baskets-Geschäftsstelle. Bestes Beispiel: Am Tage nach seiner offiziellen Verabschiedung als Geschäftsführer der EWE Baskets bewirtete er das Geschäftsstellen-Team als neuer Ehrenpräsident des Clubs in gewohnter Weise mit Kuchen.

Und dass Lange dem Bundesligisten als Fan erhalten bleibt, ist ohnehin klar. Nur zur Sicherheit erhielt der 78-Jährige bei seiner Verabschiedung daher eine Dauerkarte auf Lebenszeit.

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