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World Press Photo In Oldenburg: Das ist die Gewinnerin des zweiten Fotoslams im Polyester

11.03.2017

Oldenburg Von einem humorvollen Blick aufs Meer über das Aufeinandertreffen dreier Welten in Vietnam bis hin zum emotionalen Blick in die Tiefe der Seele. So verschieden die Bilder, so unterschiedlich waren auch die Erzählungen. Zum zweiten Mal fand der Oldenburger Foto-Slam statt – und war am Donnerstagabend im Polyester wieder ein großer Erfolg.

„Auf den zweiten Blick“ lautete das diesjährige Motto des im Rahmenprogramm der „World Press Photo 16“-Ausstellung angebotenen Slams. Fotos aus dem Alltag, aus dem Urlaub, ein kurzer Blickfang, aus dem sich eine große Geschichte ergibt, Bilder von Hobbyfotografen und Profis: Organisiert von der Agentur Mediavanti schafften es acht Teilnehmer, die in einer Vorrunde von einer Jury ausgewählt wurden, im Polyester auf die Bühne.

Dort wurden ihre eingereichten Bilder nacheinander auf der Leinwand gezeigt und jeder durfte sein Bild mit Worten innerhalb von vier Minuten beschreiben. Das Motto musste dabei mindestens einmal genannt werden. Mario Filsinger führte mit Witz und Charme durch den Abend.

Die Gäste der ausverkauften Veranstaltung warteten bereits eine halbe Stunde vor Einlass vor dem Polyester Klub – und das nicht mit Ärger, sondern mit größter Vorfreude. Die Reihenfolge der Slammer wurde ausgelost, fünf Gäste aus dem Publikum zur Jury gekürt und das Applausometer eingeübt. Nach einer kurzen Vorstellung derjenigen, die im Vorfeld eine erste Auswahl getroffen hatten (die Fotografen Bonnie Bartusch, Ulf Duda und Filmemacher Amon Thein), machte der Gewinner des vergangenen Jahres, Benjamin Eichler, als so genanntes „Opferlamm“ den Anfang.

Anne Baum war dann mit ihrer Geschichte vom „Superman in jedermann“ für einen aufmunternden und mitreißenden Einstieg verantwortlich. Sie legte mit 42 von 50 möglichen Punkten die Messlatte hoch. Einen zweiten Hingucker lieferte Karl Peisker mit einem tierisch guten Bild von einem haarigen Wesen, das im Zoo lebte. Von der Verwirrung und dem Verschwundensein in der Reflexion einer Fensterscheibe zwischen riesigen grünen Pflanzen und Bäumen slammte dagegen Sabine Herzke. Und auch wenn jedes Bild seinen eigenen Charakter hatte, konnten nur drei der Bild- und Wortakrobaten mit einem Gewinn nach Hause gehen. Die Punkthöchsten wurden deshalb nach einer Fragerunde zu allen Sinnen ihres Bildes vom gesamten Publikum beurteilt. Mit seiner „Sehnsucht nach Meer“, die natürlich nach „mehr riecht“, durfte Sven Beyersdorff den dritten Preis mit nach Hause nehmen. Katrin Lechner zeigte ihren „köstlich schmeckenden“ Urlaubsschnappschuss, in dem drei Ebenen, ja drei Welten aufeinandertrafen, und bekam dafür den zweiten Platz. Den Sieg trug die Oldenburgerin Liv Stephan mit ihrem „eher ruhig klingenden“ Blick auf das Gute und die Liebe der Menschen davon.

Der Foto-Slam zeigte einmal wieder: Fotografie findet nicht nur im Museum einen Platz. Sie spielt mittlerweile im alltäglichen Leben eine maßgebliche Rolle – für ausgebildete Fotografen wie auch für Laien. Ein Künstler lässt sich in jedem finden, und manchmal gewinnt nicht nur das Bild, sondern auch das, was sich eben erst auf den zweiten Blick entdecken lässt.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-oldenburg 
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