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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Außenseiter fordern Seriensieger heraus

11.01.2014

Oldenburg Nur um einen Buchstaben variierte in den vergangenen Jahren stets die Antwort der meisten Oldenburger Fußball-Trainer auf die Frage, wer der neue Titelträger bei den Stadtmeisterschaften im Hallenfußball sein könnte. „VfB“ oder „VfL“ lautete die einfache Erwiderung. Vor der 17. Auflage des Prestigeduells der 19 Stadt-Vereine an diesem Wochenende auf Kunstrasen in der kleinen EWE-Arena taucht ein weiterer Name auf. Der Türkische SV hat sich mit dem guten Landesliga-Einstand und seinen technisch guten Spielern viel Respekt erworben.

Kliche: Kein Selbstläufer

„Das Halbfinale ist natürlich unser Ziel – aber fast alle Spieler, die im vergangenen Jahr in der Arena für uns aufgelaufen sind, spielen nicht mehr für den TSV“, sieht Trainer Timo Ehle die Vorschusslorbeeren nicht als gerechtfertigt an. „Das Erreichen des Halbfinals ist eine sehr schwere Aufgabe“, meint Ehle und widerspricht damit beispielsweise der Meinung von Brian Adamovic. Der Trainer von Kreisligist Eversten sieht den Vorjahreszweiten als heißesten Titelanwärter, weil VfB und VfL im Hinblick auf die zweite Saisonhälfte in Regional- bzw. Oberliga „kein Risiko“ eingehen würden.

„Natürlich möchten wir den Hattrick schaffen, aber die Oberliga hat absoluten Vorrang. Außerdem fehlen einige unserer besten Hallenspieler aus Verletzungsgründen“, sieht VfL-Trainer Ulf Kliche, dessen Team vor einem Jahr das Endspiel gegen den Türkischen SV mit 2:0 gewonnen hatte, die Titelverteidigung weder als Selbstläufer noch als Pflichtaufgabe. Er rechnet außerdem damit, dass der VfB mit einer weitaus stärkeren Truppe als 2013 an den Start gehen wird.

VfB mit starkem Team

„In der Halle sollte jeder Verein in der Lage sein, eine gute Formation aufzubieten“, sagt VfB-Coach Alexander Nouri und erhofft sich „enge Spiele, viele Tore und ein Kräftemessen auf sportlich hohem Niveau“. Für das Hallenturnier am Freitagabend in Cloppenburg hatte er eine spielstarke und technisch versierte Auswahl nominiert. Mit dabei waren die Keeper Jannik Zohrabian und Marvin Wieting sowie Leo Baal, Shaun Minns, Franko Uzelac, Marcel Gottschling, Minho Hyun, Miguel Canizales-Smith, Musa Karli und Lucas Höler. „Wir gucken noch, wie das Training am Sonnabend läuft, und stellen dann das Team für die Meisterschaften auf“, erklärt Nouri. In jedem Fall würden alle Spieler mit in der Halle sein.

Vor einem Jahr hatte der VfB im Halbfinale gegen den VfL mit 1:3 und später auch das Neunmeterschießen um Platz drei gegen Eversten verloren. „Wieder ins Halbfinale zu kommen, wird für uns schwierig“, meint TSE-Coach Adamovic, der kein Freund des Budenzaubers ist, zu den eigenen Aussichten bei der Endrunde am Sonntag, für die die vier besten Teams des Vorjahres wie immer gesetzt sind.

Die anderen 15 Teams kämpfen am Sonnabend in drei Vorrundengruppen um das Weiterkommen. Um 11.30 Uhr starten in der von den Trainern am stärksten eingestuften Gruppe neben den drei Kreisligisten BW Bümmerstede, FC Ohm­stede und SV Eintracht der Post SV (1. Kreisklasse) und der FC Wittsfeld (2. Kreisklasse). „Die Aussichten sind leider nicht rosig“, meint Wittsfelds Trainer Tim Lüschen.

Der FCO hatte zuletzt wie Bümmerstede in der Kreisliga einen guten Lauf. Bei Eintracht fallen beide Keeper der Ersten aus, so dass die Etzhorner wie die beiden unterklassigen Teams Außenseiter sind. „In dieser Gruppe zählt für uns nur der olympische Gedanke: Dabeisein ist alles“, kommentiert Post-Trainer Jo Alder das schon fast traditionelle Lospech.

In der Vorrundengruppe B kämpfen ab 13.30 Uhr SW Oldenburg, SV Ofenerdiek (beide Kreisliga), Krusenbuscher SV, FC Medya (beide 1. Kreisklasse) und SV Neuenwege (3. Kreisklasse) um die beiden Tickets für Sonntag. Die Sandkruger Mannschaft von Trainer Jürgen Gaden ist für viele ein heißer Kandidat für das Halbfinale am Sonntag, wenn sie denn ihre Vorrundenaufgabe besteht. Der Coach tritt aber mächtig auf die Euphoriebremse. „In der Halle sind die Leistungsunterschiede viel kleiner“, traut er auch dem FC Medya und den Krusenbuschern einiges zu.

Hoffen auf faires Turnier

In der Vorrundengruppe C ist ab 17 Uhr Kreisliga-Primus GVO Favorit. Kreisliga-Aufsteiger Polizei SV sollte sich das zweite Endrunden-Ticket sichern. TuS Bloherfelde (1. Kreisklasse), Victoria Osternburg und Tura 76 (beide 2. Kreisklasse) sind klare Außenseiter. „Wir freuen uns auf den Kunstrasen. Sind wir in allen Spielen konzentriert, haben wir vielleicht eine Chance auf die Endrunde“, meint TuS-Coach Christian Fels.

In einem sind sich derweil alle Trainer einig. „Entscheidend ist, dass alles sportlich fair verläuft und sich keiner verletzt“, bringt Nouri den Wunsch aller Beteiligten auf den Punkt.