• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

„Baldrian hilft nicht“

26.06.2008

Von Thomas Husmann

Frage: Haben Sie mehr Herzinfarkte während der Fußball-Europameisterschaft behandelt?

Kosian: Das haben wir im Pius-Hospital so noch nicht bemerkt. Bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren gab es aber definitiv einen Anstieg. Möglicherweise waren die Spiele spannender. Psychomentaler Stress und Herzinfarktrisiko stehen in einem engen Zusammenhang.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Frage: Was kann man gegen dieses Risiko tun?

Kosian: Zunächst einmal gilt, dass Menschen mit Risiko, also Übergewicht oder Bluthochdruck, sich diesem psychomentalen Stress nicht aussetzen sollten.

Frage: Also aufs Fußballschauen verzichten?

Kosian: Im Zweifel ja, insbesondere bei Menschen mit schweren Herzvorerkrankungen. Patienten, die ohnehin in Behandlung sind und Tabletten wie beispielsweise Betablocker nehmen, sollten auf die exakte Dosierung achten.

Frage: Was passiert im Körper, wenn es beim Spiel spannend wird?

Kosian: Der Adrenalinausstoß erhöht sich, der Blutdruck steigt, das Herz fängt schneller an zu schlagen. Wer vorbelastet ist, läuft Gefahr einen Infarkt zu bekommen.

Frage: Was raten Sie?

Kosian: Wenn es zu dramatisch wird auf dem Spielfeld, sollte man den Fernseher abschalten. Bei gesunden Menschen ist es aber mehr als unwahrscheinlich, einen Herzinfarkt zu bekommen, nur weil man die Spannung nicht mehr aushält.

Frage: Hilft Baldrian?

Kosian: Die durch Stress bedingte Hormonausschüttung lässt sich damit nicht regulieren, das können nur Beta-Blocker.Bild: Hibbeler

Gespräch mit dem Kardiologen Dr. Steffen Kosian (46), Oberarzt im Pius-Hospital über das Herzinfarkt-Risiko bei Fußballübertragungen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.