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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Wo die Feuerwehr selbst zu „Gaffern“ wird

27.02.2016

Oldenburg Gefährlich sieht’s aus, was da am Dietrichsweg am Freitagabend passiert. Nebelwände, gleißende Lichter, jede Menge Feuerwehr- und andere Rettungskräfte, dazu Schreie, Verletzte – und dazwischen doch recht zufrieden dreinschauende Menschen mit Notizzetteln und Kameras... Letztere sind ausnahmsweise mal keine Gaffer, sondern allesamt erfahrene Feuerwehrleute.

Hier in der alten Tedox-Halle lassen sie diesmal all jenen Kameraden bei Rettung und Brandbekämpfung den Vortritt, die im vergangenen Jahr verschiedene Qualifikationen erwerben und Lehrgänge erfolgreich absolvieren konnten. Zur Belohnung, vor allem aber zur Selbstprüfung und zum Training, dürfen sie sich nun in dem Gebäude „austoben“. Die Halle wird an diesem Dienstag für eine künftige Wohnbebauung abgerissen , daher sei man bei den Freiwilligen Feuerwehren Stadtmitte und Ohmstede „sehr dankbar“, hier unter realistischen Bedingungen trainieren zu dürfen, so Detlef Leja – seines Zeichens stellvertretender Oberbrandmeister.

Ausgangslage der Großübung: ein Baustellenunfall, so zumindest das Szenario. Eine kleine Verpuffung, mehrere eingeschlossene und teils verletzte Bauarbeiter, Stromausfall, Flammen. Damit müssen die Einsatzkräfte nun also arbeiten. „Bei manch anderen Großübungen fallen Flugzeuge auf voll besetzte Busse“, sagt Leja, „aber wir wollten hier etwas trainieren, das man so tatsächlich tagtäglich vorfinden kann“.

Hilfreich zur Seite stehen neben internen „Mimen“, die sich kleinere Blessuren und größere Verletzungen an den Körper schminken lassen, auch Kollegen der Johanniter Unfallhilfe, die den Rettungsdienstpart übernehmen.

Alles läuft in halbwegs ruhigem Löschwasser ab – es gibt keine Alarmierung, keinen wilden Blaulichteinsatz, und die Nachbarschaft ist informiert. „Wir wollten zu viel Aufregung und Ablenkung aufgrund der Nähe zur Autobahn vermeiden und keine zusätzlichen Risiken schaffen“, sagt er. Die eingesetzten Kameraden wussten im Vorfeld, dass eine Übung bevorsteht – aber nicht was und wo.

„Wir sind selber gespannt“, so Leja. Gut eine Stunde dauert der Einsatz, eine Woche lang wurde er vorbereitet. Die Nachbereitung wird indes wohl noch etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Dazu gehört nicht nur der Austausch von Schläuchen und Geräten, die Reinigung der Fahrzeuge oder die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft. Denn auch Aufzeichnungen in Wort und Bild werden für Theorie und künftige Praxis ausgewertet. Schlechte Bewertungen müssen die hier eingesetzten Kameraden aus der zweiten Reihe aber nicht fürchten. Denn etwaige Fehler sind an den vielen „Einsatz-Stationen“ der Tedox-Halle zwar nicht gerade erwünscht, aber eben doch erlaubt – der Vorteil einer durchstrukturierten Übung und einer abrissreifen Kulisse wie dieser, „auf die wir keine Rücksicht nehmen müssen“. Ein Abend, der den Kameraden in Erinnerung bleiben mag, vermutet Leja.


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