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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

„Bei ihm habe ich keine Bauchschmerzen“

09.08.2014

Oldenburg Hätte er die Sorge, dass sein Ersatzmann nicht die Qualität besitzt, um in der Regionalliga zu bestehen, hätte sich VfB-Stammkeeper Mansur Faqiryar vielleicht der ärztlichen Vorgabe widersetzt und schon an diesem Wochenende im Tor gestanden. Doch die Sorge besteht nicht. „Bei ihm habe ich keine Bauchschmerzen“, sagt der 28-Jährige und meint damit Jannik Zohrabian, der ihn bisher in allen Pflichtspielen vertreten hat und dies auch an diesem Sonntag (15 Uhr, Marschwegstadion) im Heimspiel gegen Spitzenreiter Hamburger SV II tun wird.

„Die Partie kommt für mich zu früh“, erklärt Faqiryar, der seine Nierenstein-Probleme endgültig überwunden und am Donnerstag erstmals wieder ein Lauftraining absolviert hat. Am Montag will der Kapitän seine erste Einheit mit der Mannschaft absolvieren. Am folgenden Sonntag könnte er im Prestigeduell beim SV Meppen ins Tor des VfB zurückkehren.

„Ich werde Vollgas geben“, kündigt Faqiryar an, lobt aber zugleich seinen Kontrahenten. „Ich freue mich, dass er den nächsten Schritt gemacht hat“, meint der 28-Jährige über seinen gut siebeneinhalb Jahre jüngeren Vertreter. Am 31. Juli feierte Zohrabian seinen 21. Geburtstag. „Er ist noch sehr, sehr jung – als junger Torhüter braucht man Spiele. Er hat jetzt wichtige Erfahrungen gesammelt. In Neumünster hat er uns vor einer höheren Niederlage bewahrt“, blickt Faqiryar auf die 0:2-Pleite vor einer Woche in Schleswig-Holstein zurück.

„Ich hätte mit meiner Leistung gerne zumindest einen Punkt mit nach Oldenburg genommen, aber der Gegner hat unsere Fehler knallhart ausgenutzt“, gibt sich Zohrabian bescheiden. Während er in den beiden Pokalspielen beim BV Cloppenburg (7:5 n.E.) und beim SSV Jeddeloh (5:4 n.E.) fehlerlos hielt, hatte der 21-Jährige beim 1:1 am ersten Regionalliga-Spieltag gegen Hannover 96 II den Gegentreffer mit einem schwachen Befreiungsschlag selbst eingeleitet. Später bewahrte er sein Team aber mit einer Glanztat vor einem erneuten Rückstand und hielt damit den Punkt fest.

„Er musste sich als blutjunger Torwart möglichst schnell auf eine neu formierte Abwehr einstellen – das hat er gut gemacht“, lobt Faqiryar, der dafür bekannt ist, seine Vorderleute lautstark zu dirigieren. Zohrabian gehörte bislang eher zu den ruhigeren Vertretern seiner Zunft.

„Er hat bewiesen, dass er in der Regionalliga ein guter Torhüter sein kann – das spiegelt sich jetzt auch in seinem Auftreten wieder“, meint der Kapitän. „Das gönne ich ihm“, ergänzt er, will aber natürlich möglichst bald wieder selbst zwischen den Pfosten stehen.

„Jannik hat sich toll entwickelt und macht mit schnellen Abwürfen unser Spiel immer wieder schnell“, lobt auch VfB-Trainer Kristian Arambasic den jungen Keeper, fügt aber hinzu: „Mit Mansur fehlt uns natürlich ein Mann, der als Typ und von der Mentalität her sehr wichtig für unser Spiel ist.“

Das neue Team müsse sich erst finden, meint Faqiryar. „Vor allem auch im taktischen Bereich – das ist kein Geheimnis“, sagt der Kapitän und zieht Parallelen zu 2009/2010. Damals kam der Torhüter zu Saisonbeginn vom FC Oberneuland zum VfB und war einer von fast 20 Zugängen. Trainer war Joe Zinnbauer, der an diesem Sonntag als Trainer des HSV II an den Marschweg zurückkehrt.

„Er hat es damals innerhalb kurzer Zeit geschafft, eine Mannschaft zu formen, die um die Oberliga-Meisterschaft mitgespielt hat“, erinnert sich Faqiryar. Am Ende verpasste sein Team als Zweiter hinter Havelse knapp den Regionalliga-Aufstieg. Für Zinnbauer war es die fünfte und letzte Saison beim VfB.

„Wenn wir etwas wissen, dann ist es, dass Joe Zinnbauer ein kleiner Motivator ist – er wird die Jungs schon heißmachen“, meint Faqiryar und sieht auf seinen Vertreter viel Arbeit zukommen. „Auf Jannik wird es ankommen“, sagt der Kapitän, ohne Bauchschmerzen zu haben, dass Zohrabian die harte Probe gegen den Ligaprimus nicht bestehen könnte.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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