• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Beim Marathon senkt sich der Daumen

24.09.2016

Oldenburg Oldenburg-Marathon ohne Marathon? Klingt komisch, ist aber im kommenden Jahr wohl so. Wegen stagnierender, niedriger Teilnehmerzahlen haben die Veranstalter des Oldenburger Marathonvereins (OMV) beschlossen, die 42,195-Kilometer-Distanz für die Veranstaltung 2017 nicht auszuschreiben. Das gab der Vorsitzende Ralf Heinzel bei einer Info-Veranstaltung bekannt. Die NWZ  erklärt, wie es zu der Entscheidung kam und wie sich der Marathon in Oldenburg zuvor entwickelt hat.

Seit wann gibt es einen Marathon in Oldenburg ?

Nach einem ersten Marathon 2008 anlässlich der 900-Jahr-Feier der Stadt wollte eine Gruppe um Heinzel die Distanz in der Huntestadt etablieren und gründete 2009 den OMV. „Eine Stadt wie Oldenburg braucht einen Marathon“, meinte Heinzel. Das Ziel: 500 Marathon-Läufer. 2010 fand der erste Marathon im Rahmen des Citylaufs statt.

Wie wurde der Oldenburg-Marathon angenommen?

248 Marathonis waren bei der ersten Austragung 2010 am Start – das nährte beim Orga-Team die Hoffnung, im Folgejahr die 500 Finisher zu erreichen. Doch die Teilnehmerzahlen sanken leicht, auf 207 im zweiten und den Tiefstwert von 186 im dritten Jahr. Seit 2013 bewegt sich die Zahl dazwischen. Auch der 2013 eingeführte Staffel-Marathon bewegt sich bislang auf eher niedrigem Niveau. Stetig größer werdende Läuferfelder verzeichnen dagegen der Halbmarathon sowie die Wettbewerbe über zehn und fünf Kilometer, so dass die Gesamtveranstaltung zu den zehn größten Lauf-Events in Niedersachsen zählt.

Warum laufen nicht mehrMarathonis in Oldenburg?

Dafür könnte es mehrere Gründe geben. Zum einen soll es von Läufern Kritik an der Strecke geben: Auf der ersten der zwei Runden seien noch hunderte Halbmarathon-Läufer dabei, auf der zweiten aber sei das Feld stark ausgedünnt. Auch das Zuschauerinteresse lasse deshalb nach. Außerhalb der Innenstadt lockt der Lauf ohnehin nicht so viel Publikum an. Zudem findet der Bremen-Marathon jedes Jahr nur wenige Wochen vor dem in Oldenburg statt. Nur wenige laufen in so kurzer Zeit zweimal 42,195 Kilometer.

Was hat jetzt zum Rückzug für 2017 geführt?

Die Aufwände und Kosten für die zweite Runde des Marathon-Rennens seien einfach sehr hoch, erklärte Dirk Spekker vom Orga-Team jüngst auf einer Info-Veranstaltung des OMV im Oldenburger PFL: „Der Zeitplan für alle Läufe und auch die Helfer wird vom Marathon dominiert. Das führt dazu, dass dieser von den anderen Läufen subventioniert wird.“ Eine lange Runde sei dagegen noch teurer, da zusätzliche Absperrungen und Helfer benötigt werden. Außerdem möchte Heinzel einen Stadtmarathon anbieten – der „muss folgerichtig durch die Stadt führen. Das ist in Oldenburg mit einer Runde nicht zu machen.“

Wie geht es nun mit dem Marathon weiter?

Das Laufevent am 22. Oktober 2017 findet ohne Marathon statt. „Das soll aber nicht heißen, dass der Traum vom Marathon in Oldenburg ausgeträumt ist“, betonte Heinzel. Der OMV benötige Laufenthusiasten, die den Verein das ganze Jahr bei der Organisation unterstützen. Schon im PFL erklärten einige aus der Laufszene sich bereit, künftig mehr zu helfen. Der Attraktivität des Laufes werde das Fehlen des Marathons derweil nicht schaden, darin waren sich die Anwesenden einig. Das belegen insgesamt mehr als 2100 Anmeldungen für den kommenden Oldenburg-Marathon am 23. Oktober 2016 – natürlich verteilt auf die vier verschiedenen Strecken.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2032
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.