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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Im Ehrenamt hautnah an Sportlern dran

08.08.2019

Berlin /Oldenburg Zwischen Wettkampf und Dopingkontrolle ergriff Kesslin Pabst ihre Chance. Die 41-jährige Oldenburgerin sprach Sarah Voss an und machte mit ihr ein Foto. Möglich wurde der Schnappschuss mit der erfolgreichsten Turnerin bei den „Finals“ in Berlin dadurch, dass Pabst als eine von rund 60 Ehrenamtlichen hautnah an den Athleten dran war. „Wir wurden in verschiedenen Bereichen eingesetzt. So konnte man jeden Tag etwas anderes machen und hatte auch die Möglichkeit, sich Wettkämpfe anzuschauen“, erzählt Pabst.

Ohne die Volunteers könnten große Wettkämpfe wie die „Finals“ gar nicht stattfinden. „Der Breitensport ist landes- und bundesweit so organisiert, dass er durch Ehrenamt getragen wird“, sagt Pabst, die selbst beim NTB-Turnkreis Oldenburg-Stadt als stellvertretende Vorsitzende ehrenamtlich tätig ist. „In Deutschland gibt es bis auf die Vereinsbeiträge keine Kostenübernahmen – und Sponsoren finden sich im nötigen Umfang nur im Spitzensport“, sagt die 41-Jährige. Deshalb seien von der Verbandsführung über den Vereinsvorsitz bis zu den Helfern in den Sportgruppen alle darauf angewiesen, dass sich Menschen ehrenamtlich einbringen.

„Kein Leben ohne Ehrenamt vorstellen“

„Ich selbst könnte mir ein Leben ohne Ehrenamt gar nicht mehr vorstellen. Es gibt einem enorm viel zurück: positive Rückmeldungen und fantastische Ereignisse“, sagt Pabst. Dazu zählen auch ihre Erfahrungen in der Max-Schmeling-Halle in Berlin. Dort war sie bei den Wettkämpfen im Gerätturnen dabei. Die Einsatzbereiche der vielen Ehrenamtlichen wechselten von Tag zu Tag. Bevor es losging, war Pabst beispielsweise für die Akkreditierung von Presse, Kampfrichtern und Athleten zuständig.

Zehn Titelkämpfe

Bei den „Finals“ in Berlin wurden zehn deutsche Meisterschaften ausgetragen. Dazu zählten Bahnradsport, Bogenschießen, Boxen und Kanu, in der Leichtathletik, beim Modernen Fünfkampf, Schwimmen sowie Turnen, Triathlon und Trial. An einem Wochenende kämpften dort mehr als 3300 Sportlerinnen und Sportler um 202 Entscheidungen. Bisher steht noch nicht fest, ob die „Finals“ im nächsten Jahr in dieser Form ausgetragen werden.

Am ersten Wettkampftag kümmerte sie sich um die Versorgung mit Getränken. „Die Athleten brauchen immer die richtigen Temperaturen: eiskalt oder lauwarm“, erklärt Pabst. Ihr Highlight erlebte sie dann an Tag zwei: „Meine Aufgabe war es, die Wertungen der Kampfrichter zu erfassen.“ Dabei saß sie mit am Kampfgericht, direkt an der Wettkampffläche. „Wenn man wie ich vom Turnen kommt, ist es das i-Tüpfelchen“, sagt Pabst. Für sie wird ihr Einsatz bei den „Finals“ deshalb immer ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

Zehn Stunden in der Woche für Ehrenamt

Neben solchen Großereignissen ist die 41-Jährige jede Woche etwa zehn Stunden mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit beschäftigt. Sie betreut die Oldenburger Sportvereine im Geräteturnen. Zu den Aufgaben zählen Fortbildungen, Wettkämpfe und die Finanzhaltung. Momentan organisiert sie mit vielen anderen das Erlebnis-Turnfest 2020 in Oldenburg. „Dafür brauchen wir etwa 1300 ehrenamtliche Helfer“, ruft Pabst auf. Das sei eine große Herausforderung.

Lesen Sie hier alles übers Erlebnis-Turnfest in Oldenburg.

Als Turnfest-Botschafter wurde neben der Oldenburger Leichathletin Ruth Spelmeyer auch Turner Andreas Toba aus Hannover gewonnen. Bei den „Finals“ sicherte er sich den Mehrkampf-Titel. „Das freut uns natürlich besonders“, sagt Pabst. So werden die Ehrenamtlichen beim Erlebnis-Turnfest die Stars wieder hautnah erleben können.

Arne Jürgens Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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