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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Playoffs: Dartclub hofft auf großen Wurf

18.03.2015

Oldenburg Eine urige Bar – Menschen, die rauchen – Bier wandert über den Tresen: Für viele ist es nicht unbedingt der Platz zum Sporttreiben, andere genießen vielleicht sogar diese Atmosphäre, wenn sie ihrer Lieblingssportart nachgehen: Darts – ein Spektakel, das gerade durch die regelmäßigen Fernsehübertragungen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Auch in Oldenburg gibt es zahlreiche Aktive, die auf den Sport mit den drei Pfeilen fliegen.

An diesem Montagabend ging es im Fiddler’s Green in der Wallstraße um den Einzug ins Finale der Verbandsliga-Playoffs um den Bremer Meistertitel: „Bull Frogs“ aus Oldenburg gegen „Broadway Diamonds“ aus Bremen. Der Sieger der „Best-Of-Three-Serie“ (ein Team muss zweimal gewinnen) kommt weiter. Der Gewinner hat die Chance auf den Bundesliga-Aufstieg, sofern man sich gegen die anderen Verbandsmeister durchsetzen kann.

Permanente Anfeuerung

Für die „Bull Frogs“ ist das alles sehr hypothetisch. Der jetzige Halbfinal-Einzug ist der größte Erfolg in der gut zwanzigjährigen Vereinsgeschichte, erklärt Ralph Minkus, Co-Kapitän des Teams. Das erste Spiel gewann man in Bremen überraschend mit 7:5, am Montag folgte die „schlechteste Saisonleistung“, deren Konsequenz eine deutliche 1:7-Niederlage war.

Von 501 auf 0 mit möglichst wenig Würfen

Beim Steel-Dart wird auf eine Korkscheibe mit den Punkte-Segmenten 1 bis 20 geworfen. Drei Pfeile hat man pro Durchgang. Der äußere Kreis zählt doppelt, der innere Kreis dreifach. Die höchste mit einem Pfeil geworfene Punktezahl ist die „Triple-20“, also 60 Punkte.

Das Dartboard hängt in einer Höhe von 1,73 Metern (gemessen von der Mitte des Boards, dem sogenannten Bulls Eye). Die Abwurflinie wird in einem Abstand von 2,37 Meter parallel zum Board gekennzeichnet.

Das Ziel ist es, 501 Punkte auf 0 zu bringen. Gelingt das, hat man ein Leg gewonnen. Drei gewonnene Legs bedeuten den Sieg in einem Duell. Man muss mit einem Doppel-Feld (äußerster Kreis) abschließen. Sind zum Beispiel noch 40 Punkte übrig, muss eine „Doppel-20“ geworfen werden. Auch das Bulls Eye (50 Punkte) wird als Doppel gewertet.

In der regulären Saison wird mit acht Mannschaften in einer Liga gespielt. Die ersten Vier qualifizieren sich für das Halbfinale. Die „Bull Frogs“ wurden Dritter, die „Diamonds“ sicherten sich als Zweiter das Recht, zwei der maximal drei Halbfinal-Spiele zu Hause austragen zu dürfen.

„Es ist ein hohes Maß an Konzentration gefragt. Und natürlich ist man ehrgeizig – verlieren will ja keiner“, erklärt Minkus. Er und einige seiner Teamkollegen spielen schon seit 30 Jahren. Dart sei für Jedermann. Einen kleinen Schub spüre er durch die Fernsehpräsenz schon. „Bei uns ist jeder neue Spieler gern gesehen“, betont Minkus zwischen permanenten Anfeuerungsrufen, Raucherdunst und Biergeruch.

Aktuell besteht das Team aus zwölf Leuten, eine Grenze nach oben gebe es nicht. Jeden dritten Freitag im Monat findet das Oldenburger Ranglistenturnier statt. Jeder kann kommen und sein Können unter Beweis stellen, frei von jeder Vereinszugehörigkeit.

Auch Thomas Seyler, der unter anderem Co-Kommentator bei Sport 1 für den Dartsport ist, Andre Welge (Teilnehmer Darts-WM) oder Deutschlands erster professioneller Dartspieler Bernd Hebecker standen schon zusammen mit Minkus & Co. am Dartboard.

Vorzeitiges Ende

Ob es ein Heim- oder Auswärtsspiel ist, mache einen großen Unterschied, meint der Co-Kapitän. Die Entfernung zum Board und dessen Höhe sind überall gleich, doch „man ist an die Atmosphäre im eigenen Lokal einfach gewöhnt“. Am Montag nutzten die Oldenburger diesen Vorteil nicht. Acht Einzel und vier Doppel werden maximal gespielt. Letztere wurden im zweiten Halbfinale nicht mehr ausgetragen, weil bis dahin nur Heiko Bartels einen Punkt für die „Bull Frogs“ geholt hatte. 1:7 – das Spiel war entschieden.

„Heute haben leider alle verloren, die vergangene Woche noch siegreich in ihren Spielen waren“, erklärt Minkus. Er war dennoch sichtlich stolz auf das bisher Erreichte und musste auch die Stärke des Gegners anerkennen – vorerst. Denn am kommenden Montag findet das entscheidende dritte Spiel in Bremen statt. Vielleicht klappt es ja doch noch mit dem Final-Einzug. Und wenn nicht, dann war es sicher trotzdem ein schöner Abend mit besonderer Atmosphäre.

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