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Tanzen: „Das ist eine Art Psychospiel“

14.11.2015

Oldenburg Jetzt gilt’s: Vor der stattlichen Kulisse von rund 10 000 Zuschauern will die Standardformation des TCH an diesem Sonnabend in der Bremer ÖVB-Arena zeigen, dass sich die Anstrengungen der vergangenen Tage, Wochen und Monate gelohnt haben. Trainer Holger Jäckel setzt bei den Deutschen Meisterschaften insbesondere auf die Erfahrung seiner Auswahl, hält sich mit einer Prognose für das Duell der besten acht deutschen Teams aber zurück.

„Eigentlich habe ich keine Ahnung“, gestand der TCH-Coach am Freitag vor der kurzen Fahrt an die Weser ein, wo am Abend die 20-minütige Stellprobe anstand, und zeigte sich hin- und hergerissen zwischen zwei Extremen: „Mein Gefühl sagt: entweder nicht so prickelnd – oder richtig gut.“

Vor einem Jahr landeten die Oldenburger bei der DM wie in der anschließenden Bundesliga-Saison auf Platz fünf. Damals waren die A-Formationen von Braunschweiger TSC, 1. TC Ludwigsburg, TSC Schwarz-Gold Göttingen und TSC Rot-Gold Casino Nürnberg noch zu stark.

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Ob der TCH die Kräfteverhältnisse verschieben kann, wird sich zeigen. Jäckel hat das Vorjahresprogramm zum Thema „The Spirit of Enya“ mit Weltklasse-Choreographin Ariane Schießler schneller und offensiver gestaltet. Auch die roten Haare, mit denen die TCH-Tänzerinnen das Parkett betreten werden, stehen für die neue Angriffslust, mit der die Oldenburger das Publikum und die Jury für sich gewinnen wollen.

Zur DM, die von dem im Bereich Latein wohl unantastbaren Grün-Gold-Club ausgerichtet wird, soll ein neues Wertungssystem ausprobiert werden. Ähnlich wie beim Eiskunstlauf gibt es zwölf statt bislang neun Richter, die jeweils zur Hälfte vom Parkettrand und von oben die Leistungen bewerten und direkt nach den einzelnen Auftritten Noten bis zur 10,0 vergeben.

Über die um 14 Uhr startende Vorrunde wollen sich die Oldenburger auf jeden Fall wieder für die Zwischenrunde qualifizieren. „Danach hoffe ich auf 110 Prozent Leistung – dann klappt es auch mit dem Finale“, hofft Jäckel, dessen Team diesen Sprung vor einem Jahr verpasst hatte.

Insbesondere Braunschweig und Göttingen, aber auch Ludwigsburg (am 28. November Ausrichter der WM, für die sich die beiden besten DM-Teams qualifizieren), haben einen Umbruch hinter sich, während der TCH nur ein neues Paar integriert hat. Die routinierten Arndt und Antonia Schulz, die sich einige Jahre auf ihre Einzelkarriere konzentriert hatten, sind wieder mit dabei.

„Unser Team ist sehr erfahren. Das könnte ein Vorteil für uns sein“, sagt Jäckel und ergänzt: „Wenn die Scheinwerfer angehen, ist es vor allem eine Frage der Nerven – das ist eine Art Psychospiel.“

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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