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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Dicke Nase – kleine Hose

25.04.2017

Erst herrschte dicke Luft, dann wurde es luftig und zwischendrin fegte ein Jubelsturm durch das Marschwegstadion: Es war schon eine kuriose Geschichte, die sich rund um den Führungstreffer der VfB-Fußballer beim 2:0-Derbysieg gegen Regionalliga-Spitzenreiter SV Meppen zutrug. Als Christopher Kramer (27) in der 57. Minute traf, standen die Oldenburger nur mit zehn Spielern auf dem Platz, weil Rechtsverteidiger Pascal Richter (20) mit blutender Nase vom Feld musste und auf die Schnelle kein Ersatz für seine blutüberströmte Ausrüstung parat war. Chefcoach Dietmar Hirsch (45) ließ seinem Unmut über die fehlenden Utensilien freien Lauf, während das Funktionsteam hektisch herumstöberte.

Ein passendes Richter-Trikot wurde gefunden, die Hosennot machte erfinderisch. Kurzerhand wurde Conrad Azong (24) vom Aufwärmen zur Bank beordert, entledigte sich seiner Beinkleidung und lieh sie dem Kollegen, der schließlich drei Minuten nach dem Tor und insgesamt fünf Minuten Zwangspause zurück aufs Feld konnte. Mit dicker Nase und etwas zu großer Hose hielt Richter bis zum Ende durch, während der 15 Zentimeter größere Azong für die Endphase noch als Einwechselspieler auf den Platz kam – allerdings mit viel zu kleiner Hose. „Größe M – das war schon ein bisschen eng“, gestand der Angreifer nach dem Abpfiff mit seinem gewinnenden Lachen ein. 

Nicht unten sondern oben ohne verfolgte derweil Eintracht-Coach Thomas Absolon (56) das Kreisliga-Spitzenduell seiner Fußballer gegen Eversten. Der erfahrene Trainer bot den Graupel-, Hagel- und Regenschauern sowie den fiesen Windböen am Sonntagmittag barhäuptig die Stirn, während einige seiner Spieler wohl aus weicherem Holz geschnitzt sind. Als beim Aufwärmen auf dem Nebenplatz am Hellmskamp ein Hagelschauer einsetzte, flüchteten die Akteure auf die überdachte Ersatzbank. „Habt ihr etwa Angst vor dem bisschen Hagel“, raunzte Absolon und schickte die Truppe ins unschöne Aprilwetter zurück. 

Das abwechslungsreiche Wetter machte auch Jo Alder am Sonntag zu schaffen. „Ich habe heute gefühlte sechs Stunden am Spielfeldrand gestanden – und das bei diesem Schietwetter“, stöhnte der Sportleiter des Post SV nach einer Doppelschicht auf dem Platz am Alexandersfeld. Vormittags coachte er die zweite Mannschaft, die ab 11 Uhr im Kellerderby der 1. Kreisklasse gegen den SV Ofenerdiek II ein 2:2 holte, und war ab 13 Uhr wieder gefordert. „Uns fehlten in der Ersten einige Spieler, so dass unser Trainer Matthias Büchler selbst auf den Platz musste. Aber ich habe als Trainer so viel Erfahrung, ich kann das noch“, scherzte Alder nach dem 5:1 gegen TuS Eversten II.

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