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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

„Die beste Werbung für unseren Sport“

03.02.2015

Oldenburg Die Temperaturen im Sportpark Donnerschwee waren etwas frostig, doch die Stimmung unter den Besuchern, die auf der Indoor-Soccer-Fläche am Otterweg gemeinsam das größte Einzelsportereignis der Welt genossen, war dafür umso heißer. Auf Einladung des Regionalliga-Teams der Oldenburg Knights verfolgten in der Nacht zum Montag rund 130 alte und neue Fans des American Football den „Super Bowl XLIX“, die 49. Auflage des Endspiels der US-Profiliga NFL. Am Ende bejubelte die etwas kleinere Fanschar, die den New England Patriots die Daumen drückte, ein 28:24 gegen die Seattle Seahawks.

Spannung pur

„Einfach ein tolles Spiel, knapper Spielstand und Spannung pur“, meinte Knights-Spieler Leon Knappheide, der den „Super-Bowl-Abend“ mitorganisiert hatte. Vor der Übertragung des Endspiels hatten sich insbesondere auch die Oldenburger Akteure mit einem Football-Turnier auf der Spielkonsole für den nächtlichen Höhepunkt in Stimmung gebracht.

Um Mitternacht wurde auf die Vorberichterstattung aus Phoenix (Arizona) umgeschaltet. Gespannt waren die Oldenburger Football-Fans natürlich gerade auch auf den Auftritt von Sebastian Vollmer. Er hatte die Chance, als Spieler der Patriots der erste Deutsche zu werden, der beim „Super Bowl“ triumphiert.

Zunächst wurde das Duell zwischen New England und Seattle zu einer Defensivschlacht. Das erste Viertel endete 0:0, aber die Oldenburger Fans sollten noch auf ihre Kosten kommen. Zum Ende der ersten Halbzeit nahm die Partie richtig Fahrt auf. Als die Patriots 36 Sekunden vor dem Ende des Spielabschnitts 14:7 in Führung gingen, bebte der Hallenboden im Sportpark.

Doch die Seahawks-Sympathisanten im Knights-Lager durften auch noch jubeln. Die Luft knisterte vor Spannung, als die 130 Fans sahen, wie Seattle Sekunden vor der Pause den letzten Versuch ausspielte – und zum 14:14 ausglich. „Das ist die beste Werbung für unseren Sport“, meinte Rainer Borkmann, Vorsitzender der zum VfL gehörenden Knights: „Wir sind weiterhin auf der Suche nach einem Trikotsponsor für die nächste Saison und sind begeistert, wie groß der American-Football-Sport in den vergangenen Jahren geworden ist.“

Nach der Halbzeit-Show wurde die Hoffnung der Seahawks-Anhänger auf eine Titelverteidigung genährt. Die Patriots-Fans hatten kaum Grund zum Jubeln, Seattle zog auf 24:14 davon. „Im Football sind zehn Punkte Differenz nicht viel – da geht noch was“, erklärte Knappheide und sollte Recht behalten.

Abend voller Emotionen

Vollmer und seine Kollegen aus der Offensivline beschützten Quarterback Tom Brady im letzten Viertel bestens. Als der Superstar mit genau acht Minuten verbleibender Spielzeit den Touchdown zum 21:14 warf, war das Publikum im Sportpark nicht mehr zu halten. Die Patriots bekamen den Ball sogar rasch zurück. Als Brady das Team wieder in Richtung Endzone trieb, rückte auch die Oldenburger Football-Gemeinde immer näher an die 10 x 15 Meter große Leinwand – Touchdown New England: 28:24.

Doch es waren noch 2:02 Minuten zu spielen. Seattle schafft es tatsächlich bis kurz vor die Endzone, doch als ein Patriots-Spieler den Ball abfing, lagen sich auch im Sportpark die New-England-Fans in den Armen. „Ein toller Abend, der in die Geschichte des deutschen American-Football eingehen wird, und eine schöne Feier voller Emotionen“, sagte Borkmann nach der heißen Live-Übertragung im frostigen Sportpark.

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