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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Rudern: Nach eisigem Duell ins sonnige Portugal

20.12.2019

Dortmund Die erste Leistungsüberprüfung des Deutschen Ruderverbandes (DRV) im U-19- und U-23-Sektor sowie im olympischen Bereich für die kommende Saison ruft bei Sportlerinnen und Sportlern angesichts der Witterung im Dezember in der Regel keine große Begeisterung hervor. Das nasskalte Wetter mit zum Teil Temperaturen unter dem Gefrierpunkt konnte den Athletinnen und Athleten des in Oldenburg beheimateten Regattaverbandes Ems-Jade-Weser (EJW) aber auch in diesem Jahr in Dortmund nicht nachhaltig etwas anhaben.

Duell mit der Achter-Elite

„Wir sind auf einem guten Weg für die kommende Saison. Mit den Ergebnissen im Nachwuchsbereich zeigt sich die große ruderische Breite in der Region“, zeigte sich Landestrainer Matthias Helmkamp zufrieden mit dem Wochenende und ergänzte: „Jetzt heißt es, den Sprung in die Spitze zu schaffen.“

Während die U-19-Talente auf das Kräftemessen über die Sechs-Kilometer-Langstrecke auf dem Dortmund-Ems-Kanal warteten, schufteten die U-23-Asse des Team Nord-West bereits tags zuvor auf dem Ruder-Ergometer und zeigten den Bundestrainern ihre Stärke über die Zwei-Kilometer-Distanz.

Dies gelang den EJW-Athleten Cornelis Canenbley und Leonard Brahms besonders gut. Das Duo aus Leer fuhr nah an den persönlichen Rekord heran. „Für den frühen Zeitpunkt in der Saison ist die Bestätigung des Bestwertes schon ein gutes Zeichen“, betonte Helmkampf. Um weiter in das Blickfeld der Bundestrainer zu fahren, gelte es nun, „sich bis Ende März physisch und ruderisch zu steigern“.

Tags darauf traten die Ostfriesen auf der Langstrecke im Zweier gegen die Elite aus dem Deutschlandachter an. „Hier mussten sie Lehrgeld zahlen und spüren, dass ein Ausbelastungstest am Vortag sich auch über sechs Kilometer bemerkbar macht“, meinte der Landestrainer.

Nicht mit dabei waren aufgrund ihres Studiums in den USA die U-23-WM-Teilnehmerinnen Patricia Schwarzhuber (Oldenburg) und Leonie Heuer (Leer). Sie wollen nach ihrer Universitätssaison in Washington und Ohio im nächsten Sommer wieder angreifen. Durch Krankheit verhindert war der inzwischen für Hamburg startende U-23-EM-Starter Max von Bülow.

Für Lehrgang qualifiziert

Im U-19-Bereich fuhren einige Ems-Jade-Weser-Talente wieder auf vordere Plätze der Regionalgruppe West. Christoph Canenbley und Tom Thomas ruderten im Junioren-Zweier auf Position fünf. Auch Janne Rosendahl (Oldenburg) und Jan Hofschröer (Lingen) landeten unter den besten Zehn.

Dies gelang im weiblichen Sektor Grietje Weber und Andra Aumann (beide Leer) sowie Annelie Heitsch (Oldenburg) und Anna Oldewurtel (Norden) mit den Rängen sieben und zehn. Da die Juniorinnen-Zweier schon am frühen Morgen ablegen mussten, waren einige Steuer sogar noch eingefroren. Trainer und Aktive schafften es aber, rasch die Vereisungen zu lösen.

Mit den Ergebnissen auf dem Dortmund-Ems-Kanal qualifizierten sich die EJW-Talente für den DRV-Lehrgang unter Bundestrainerin Sabine Tschäge am Bundesstützpunkt in Essen.

Jüngste ganz forsch

Als jüngste Teilnehmerin vom Oldenburger Landesstützpunkt war Eva Weitzel im Ruhrgebiet an den Start gegangen. Die U-17-Athletin ging das Duell mit den zumeist bereits international erfahrenen Konkurrentinnen im Einer forsch an und wurde mit 77 Sekunden Rückstand auf Juniorinnen-Weltmeisterin Alexandra Föster Sechste.

Für den Großteil der Ruderer des Regattaverbandes Ems-Jade-Weser geht es Ende des Jahres zur weiteren Saisonvorbereitung ins Trainingslager des Landesruderverbandes. Eisige Bedingungen sind im portugiesischen Vila Nova de Milfontes, 200 Kilometer südlich von Lissabon, nicht zu erwarten.

Regattaverband kritisiert neue Struktur

Über die Ausrichtung im Leistungssport des Regattaverbandes Ems-Jade-Weser (EJW) wurde bei der Jahreshauptversammlung im Bootshaus des Oldenburger Rudervereins mit den Vertretern der Clubs aus dem Nordwesten diskutiert. „In der näheren Zukunft wird der Schwerpunkt wieder auf die Bildung von regionalen Mannschaften gelegt, da die Einbindung in Landesboote oder sogar Bundesboote für 15- und 16-Jährige, aber auch 17- und 18-Jährige kaum noch leistbar ist“, erklärt EJW-Vorsitzender Ulrich Pohland.

Das PotAS (kurz für Potenzial-Analyse-System), bei dem sich Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) und Bundesinnenministerium darauf verständigt haben, Sportler nur in zentralen Bundesleistungszentren auf Olympia vorzubereiten, „koppelt dezentrale Strukturen ab. Der Weg zur Teilhabe an diesem System beginnt aber schon in der Jugend“, kritisiert Pohland: „Die Sportler aber jedes zweite Wochenende nach Dortmund oder Potsdam/Berlin zu fahren, ist im Ehrenamt für den EJW nicht leistbar.“ Schüler und Jugendliche ohne Begleitung reisen zu lassen, sei „haftungsmäßig grenzwertig“.

Bei den Vorstandswahlen wurden Ulrich Pohland (Vorsitzender), Dr. Frank Spingat (Finanzen) und Jens Fuhlhage (Sport) wiedergewählt. Pohland und Spingat sind seit 2002 tätig, dem Jahr der Neuausrichtung zur Leistungssportorganisation im Nordwesten. Fuhlhage geht in die zweite Amtszeit.

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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