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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Duo besteht die große Kraftprobe in Norwegen

27.07.2006

OFENERDIEK OFENERDIEK/LR - Sie haben sich einen Traum erfüllt: Hartmut Moldt (52 Jahre) und Hermann Diercks (51) vom SV Ofenerdiek waren Teilnehmer des Radmarathons von Trondheim nach Oslo. Seit 1967 gibt es diesen Wettbewerb in Norwegen. „Den Store Styrkeproven“ („Die große Kraftprobe“) heißt er, und jährlich sind bis zu 5000 Radfahrer aus ganz Europa mit dabei.

Lange haben die Ofenerdieker mit dem Gedanken gespielt, bei diesem Marathon mitzuradeln. „Am Anfang stand der Wunsch, mal etwas Außergewöhnliches zu machen“, so Hermann Diercks, 2. Vorsitzender des SV Ofenerdiek. In diesem Jahr schritten die beiden Sportler zur Tat und meldeten sich in Norwegen an. Danach wurde fast täglich fleißig trainiert, denn immerhin muss bei der Tour eine Strecke von 540 Kilometern bewältigt werden. Und es geht hoch in die Berge.

Start am Nidarosdom im Zentrum von Trondheim: Gruppen mit zirka 50 Fahrern wurden alle fünf Minuten auf die Strecke geschickt. „Eine gewaltige Kulisse. Wir hatten den Eindruck, von lauter Profis mit edlen Rädern umgeben zu sein“, erzählt Hermann Diercks. Und wie bei den Profi-Rennen kam Unterstützung von den Zuschauer: „Sie riefen Heia, Heia und klatschten“, so Moldt.

Mit Rückenwind erreichten die Ofenerdieker den ersten Verpflegungsstopp nach 62 Kilometern in der Nähe von Garli. Zur Stärkung gab‘s Saft, Orangensirup, Sportgetränke, Bananen, Käse- und Wurstbrote. „An den weiteren Verpflegungsstellen wurde es aber grauseliger“, sagt Diercks. „Da bot man uns kaltes Kartoffelpüree und halbkalte, lasche Würstchen an.“

Weiter ging‘s nach Oppdal und dann zum höchsten Punkt der Strecke, dem Hjerkinn (zirka 1100 Meter). Es folgte eine gemütliche Fahrt durch das Dovre Fjell. „Leider haben wir in diesem Nationalpark keine Elche oder Rentiere gesehen – nur Schilder, auf denen vor ihnen gewarnt wurde“, berichtet Moldt.

Nach der rasanten Abfahrt nach Dombås und durch das Gudbrandsdalen war die Hälfte der Strecke erreicht. Das nächste große Ziel hieß Lillehammer. „Da begann die Tour erst richtig. Anstiege von sechs Prozent kamen uns wie zwölf Prozent vor. Die Knie zwickten, und es war notwendig, immer wieder einen Schluck Wasser mit Magnesiumtabletten zu nehmen“, erzählt Harmut Moldt.

Bis nach Oslo hatte es die Strecke nochmal in sich. „Das Gelände ist im Prinzip flach, es folgten aber viele kurze heftige Anstiege“, erzählt Diercks. Die Ofenerdieker radelten wacker weiter. Auch wenn sie sich manchmal fragten, wann diese Quälerei endlich ein Ende hat. Im kräftigen Regenschauer wurde Oslo erreicht. Etwas mehr als 30 Stunden hatten die Oldenburger für die Gesamtstrecke gebraucht. „Wir sind glücklich und stolz, dass wir uns diesen Traum erfüllt haben.“

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