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Ex-VfLerin genießt Familienglück

18.03.2014

Oldenburg Ende Mai geht für die Spielerinnen des VfL Oldenburg eine lange Saison zu Ende. Während sich die aktuellen Spielerinnen des Frauenhandball-Bundesligisten sicher auch ein bisschen auf die wohlverdiente Trainingspause freuen dürften, hat die ehemalige Rechtsaußen des VfL, Haege Fagerhus (34), einen ganz anderen Grund, sich auf den Wonnemonat zu freuen. Da wird sie nämlich zum bereits zweiten Mal Mama. Nach der im Januar 2011 zur Welt gekommenen Tochter Anna wird ab Mai ein Sohn die Familie komplettieren.

Fünf Jahre ist es nun her, dass die Vize-Jugendeuropameisterin von 1997 nach zwei überaus erfolgreichen Jahren beim VfL wieder in ihre Heimat Norwegen zurückgekehrt ist. Mit dem VfL hatte die Linkshänderin 2008 den EHF-Challenge-Cup und 2009 den DHB-Pokal gewonnen.

Der Triumph im deutschen Pokal sollte eigentlich der krönende Abschluss ihrer Handballkarriere gewesen sein. Als zu Beginn der Saison 2009/2010 der norwegische Zweitligist Raelingen HK an ihre Tür klopfte, musste sie aber feststellen, mit dem Thema Handball noch längst nicht durch zu sein.

Am Ende der Saison war sie mit 142 Treffern Raelingens beste Torschützin und achtbeste der 2. Norwegischen Liga (1. Division). Gleichzeitig trieb sie aber ihre berufliche Karriere voran. In Oslo leitete die ausgebildete Pilates-In­strukteurin zwei Fitnessstudios und gab auch selbst Kurse. „Das alles war schon ziemlich zeitaufwendig, hat aber auch sehr viel Spaß gemacht“, erinnert sie sich.

Der Sommer 2010 sollte aber noch einmal größere Veränderungen in ihrem Leben bringen. Nach Ende der Handball-Saison wechselte sie ihren Arbeitsplatz und arbeitet seitdem für ein Unternehmen, für das sie Fitnessgeräte verkauft und „Personal Trainer“ ausbildet. Die größte Veränderung brachte aber die Geburt von Tochter Anna im Januar 2011. „Damit begannen einige sehr interessante Monate mit einer ganzen Reihe Veränderungen für unsere Familie“, erzählt sie.

Wer der Meinung war, dass wäre es jetzt gewesen mit der Handballspielerin Haege Fagerhus sah sich allerdings getäuscht. Ein Jahr nach der Geburt ihrer Tochter ließ sie sich noch einmal zu einem Kurzcomeback überreden. Für sechs Spiele zog sie sich das Trikot von Oppsal IL an und wurde mit dem Club Zweitliga-Meister: „Opp­sal hatte die große Chance, in die 1. Liga aufzusteigen. Die letzten Spiele waren sehr wichtig, da es oben ziemlich eng zuging. Und wir haben es geschafft – das war mein letzter Auftritt als Handballspielerin.“

Als Nachwuchstrainerin besuchte Fagerhus 2012 mit Lillestrom HK Oldenburg. Bei einem Trainingslager mit den VfL-Talenten kamen auch die sozialen Kontakte nicht zu kurz. Im Sommer 2013 kam es zu einem Gegenbesuch in Oslo.

Drei Jahre trainierte Fagerhus die Mädels von Lillestrom HK. Im vergangenen Sommer holte der norwegische Verband die sympathische Blondine in sein Trainerteam, wo sie mit den Mädchen des Jahrgangs 1998 arbeitet.

Hier schließt sich der Kreis für Fagerhus. 18 Juniorinnen- und 11 Jugendländerspiele hat sie selbst für ihr Heimatland bestritten, nun bereitet sie ihre Nachfolgerinnen auf möglichst erfolgreiche Handballkarrieren vor. „Das ist schon sehr anspruchsvoll, macht aber auch viel Spaß“, sagt die 34-Jährige, die im Sommer ihren Lebensgefährten Anders geheiratet hat. Mit ihm ist sie schon seit 16 Jahren zusammen – nun kommt das zweite Kind.

„Irgendwann will ich noch intensiver an meiner Trainerkarriere arbeiten, aber im Moment stehen erst einmal Familie und meine Arbeit an erster Stelle“, erklärt Fagerhus und fügt hinzu: „An meine Zeit in Oldenburg denke ich immer noch gerne zurück. Hilsen fra Norge. Klem Haege.“ Grüße aus Norwegen. Umarmung Haege.

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