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Wasserball: Eine Sportart gerät ins Schwimmen

01.09.2010

OLDENBURG Die steigende Zahl von Spaßbädern bereitet den Wasserballern nur wenig Freude. Erst am späten Abend, gegen 21 Uhr, stehen ihnen im Olantis genügend Trainingsbahnen zur Verfügung. Das Bad für einen Wettkampf mit mehreren Spielen zu mieten, können sie sich gar nicht leisten. „Die Bedingungen werden für uns nicht einfacher, aber das geht fast allen Vereinen so“, bedauert Richard Zab, Trainer des Bezirksligateams vom Oldenburger Schwimmverein (OSV), dass die Zahl der Clubs seit Jahren zurückgeht.

Da auch der Nachwuchs unter anderem wegen der späten Trainingszeiten wegblieb, tauchten die OSV-Wasserballer für zwei Jahre unfreiwillig ab und zogen sich aus dem Ligabetrieb zurück. In dieser Saison stellen sie aber wieder eine Mannschaft, dank einer Kooperation mit dem Bremischen SV. Wenn beim OSV Leute fehlen, komplettieren die Bremer das Team. Und auch die Meisterschaftsspiele finden meistens in Bremen statt.

Spielgemeinschaften sind in der Liga gerade wegen der Personalprobleme üblich. Das schweißt zwar zusammen, doch an frühere Erfolge kann der OSV so nicht anknüpfen. In den 80er-Jahren spielte der Verein immerhin in der Oberliga, doch damals genoss Wasserball bundesweit einen höheren Stellenwert.

Deutscher Meister wurde immer Spandau 04, ein gewisser Hagen Stamm, der jetzige Bundestrainer, war auch vielen Nicht-Wasserballern ein Begriff, da das Fernsehen hin und wieder mal vom Beckenrand sendete. Das wiederum lockte Spieler in die Vereine.

„Wasserball ist allerdings wenig fernsehtauglich“, räumt OSV-Spieler Guido Kammler ein. „Es ist zwar ein sehr schneller und dynamischer Sport, aber die Regeln sind kompliziert, und das Spiel ist am Bildschirm nur schwer zu verfolgen.“ Unfaire Attacken unter Wasser seien aber die Ausnahme. „Es kann zwar mal ruppig zugehen, aber nicht brutal“, wehrt sich Kammler gegen Vorurteile.

Die pflegt auch so mancher Schwimmtrainer. Aus diesem Grund werben die Übungsleiter in den Vereinen nur ungern für die Kollegen vom Wasserball. Eines gibt aber auch Kammler zu: „Wasserball versaut den Schwimmstil.“ Sein Mitspieler Thilo Albrecht ist von Hause aus Schwimmer beim OSV, fühlt sich jedoch mittlerweile auch bei den Ballsportlern wohl. „Eine gute Ausdauer im Wasser bringt einem auf jeden Fall Vorteile“, sagt er. Zwar dauert eine Partie netto nur vier mal sieben Minuten, aber alle Unterbrechungen eingerechnet, müssen sich die Sportler rund eine Stunde über Wasser und sich dabei noch den Gegner vom Hals halten. Die Teams dürfen allerdings fliegend wechseln.

Trotz aller Schwierigkeiten jagt Richard Zab als Spielertrainer immer noch gerne dem Ball hinterher. Der 42-Jährige ist seit mehr als 30 Jahren aktiv. „Mich reizt einfach die Kombination aus Schwimmen und Teamsport“, berichtet er. Vor kurzem hat er eine neue Taktiktafel gekauft, um die Spielzüge besser erklären zu können. Da kommt dann im Spaßbad doch noch Freude auf – auch abends nach 21 Uhr.

des OSV suchen noch Mitspieler. Da in der Bezirksliga gemischte Teams erlaubt sind, sind Männer und Frauen ab 16 Jahren willkommen. Trainiert wird montags und mittwochs von 20.45 bis 22 Uhr im Olantis. Fragen beantwortet Trainer Richard Zab unter Telefon  04408/989196 oder per E-Mail unter richard@directbox.com.

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