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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Eiskalte Pässe in einer kochenden Halle

18.04.2017

Oldenburg Jörg Harms hatte alles gegeben in Hamburg, Stimme inklusive. Am Tag nach dem Weltpokal-Turnier im Tischfußball schaute der Oldenburger müde, aber zufrieden auf die Ostertage in der Hansestadt zurück. Als Weltmeister im Doppel mit Marvin Velasco (die   berichtete), sowie als Trainer der ebenfalls siegreichen Junioren-Teams hatte er alles mitgenommen, was zu holen war. „Das ist viel besser gelaufen als gedacht“, freute er sich.

Augenzeugen des Titelgewinns am Freitagabend waren vor Ort Freunde und Familienmitglieder aus Harms´ Heimatdorf in der Lüneburger Heide wie auch die Fans in der Szenekneipe 3Raumwohnung, die der Internet-Übertragung des Doppel-Finales zusahen. Hier wie dort war die Freude nach dem überraschenden Erfolg riesengroß.

Mühsame Vorrunde

Dass das Osterwochenende doch noch einen solch positiven Verlauf nehmen würde, hatte Harms nicht mehr erwartet. „Wir haben eine relativ schwache Vorrunde gespielt und uns mit Mühe für die K.o.-Runde qualifiziert.“ Danach reihte das Duo aus Oldenburg und Burgwedel allerdings einen Überraschungserfolg an den nächsten und stand im Endspiel den Titelverteidigern aus Luxemburg gegenüber. „Da haben wir alles rausgeholt, was wir hatten.“

Die Altersmischung scheint jedenfalls ideal zu seine: In dem 48-jährigen Jörg Harms und dem 18-jährigen Marvin Velasco spielten der älteste und der jüngste Titelträger des gesamten Turniers zusammen. Das Erfolgsrezept: Der Routinier spielt die Pässe aus der Abwehr heraus auf den Draufgänger, der die Bällen vorne eiskalt verwandelt. Der Rest ist Feiern.

Für Harms war die Veranstaltung mit dem Titelgewinn aber längst nicht beendet. Als Coach der Junioren-Auswahl war er tags darauf gefordert. „Als Titelfavorit hatten die Jungs aber mehr Mühe als gedacht. Die anderen Nationen haben mächtig aufgeholt.“

Ein sehr gutes Turnier spielte zudem die Oldenburgerin Stefanie „Steff“ Schmidt, die das WM-Viertelfinale erreichte und Fünfte wurde.

800 Spieler in fünf Hallen

Das Turnier am bekannten Hamburger Veranstaltungsort Kampnagel sprengte jeden Rahmen. An fünf Tagen wurden in fünf Hallen die Titel ausgespielt in den Disziplinen Classic Doppel, Speedball Doppel, Doppel, Einzel und Team – und das jeweils in den Kategorien Herren, Damen, Senioren (Ü50), Junioren (U18) und Rollstuhlfahrer. Über 800 Teilnehmer aus 41 Nationen nahmen an den Weltmeisterschaften teil. „Ein Mammutprogramm mit einer herausragenden Stimmung“, bestätigt Harms.

Damit ist Tischfußball weit mehr als ein Kneipensport, auch wenn er dort seine Wurzeln findet. „Ich selbst habe 1990 während meines Studiums in Göttingen damit begonnen.“ Natürlich sind vor allem finanzstarke Unterstützer immer wünschenswert, räumt Jörg Harms ein. Ob es sich aber so wie aktuell im Dart entwickeln kann und soll, bezweifelt der Oldenburger. „Da sind wir eher mit dem Tischtennis vergleichbar.“


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