• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Eversten bekommt Bestnoten

15.05.2014

Eversten Schön finden die Everster ihren Stadtteil sowieso. Da hält man sich an der Beschreibung von Details nicht auf, sondern nutzt den Besuch der Rollenden Redaktion der NWZ, die am Mittwoch Station auf dem Everster Wochenmarkt machte, mehr dazu, Verbesserungsvorschläge und Wünsche vorzubringen.

Vielleicht ist der Everster auch einfach nur bescheiden, wenn’s ans Loben geht. Auswärtige zieren sich da nicht so und verteilen Bestnoten. Dorit Hafner, die 25 Jahre am Sodenstich gewohnt hat, dann aber nach Edewecht gezogen ist, kommt mehrmals die Woche in „ihren“ Stadtteil zurück. Sie schwärmt vom vielen Grün hier. „Man läuft durch den Schlossgarten und ist schon in der Innenstadt. Ein Auto braucht man gar nicht.“

Thomas Lampe, der aus Oldenburg stammt und mit seiner Frau Petra in Goddelau (Nähe Darmstadt) lebt, ist ebenfalls regelmäßig in seiner Heimatstadt. „Oldenburg ist spitzenmäßig“, sagt Petra Lampe. Die Hessin findet das viele Grün so schön. „Wie zum Beispiel das Eversten Holz. Das sind doch Inseln fürs Auge.“ Das Einkaufen sei hier so angenehm und es gebe zahlreiche Fachgeschäfte. „Wir befürchten nur, dass die Stadt ihren Charme verliert, wenn vier Meter hohe Lärmschutzwände an die Bahn kommen“, so Thomas Lampe.

„Eversten ist schön, aber manche Straßen sind sehr verfahren“, meint Erika Neugebauer. Als konkretes Beispiel nennt sie die Heinrichstraße. Die werde vor allem von Auswärtigen als Ausweichstrecke genutzt. „Leider wird hier auch viel gerast, obwohl die Straße eine sogenannte Spielstraße ist.“

Ein weiteres Verkehrsproblem nennt Martina Frenzel: „Nach dem Ausbau der Hauptstraße ist es zu Hauptverkehrszeiten fast unmöglich, aus den Nebenstraßen herauszukommen. Die Hauptstraße wurde höher gelegt, und so muss man weit heranfahren, um sie einsehen zu können.“ Das sei wiederum nur schlecht möglich, weil Radfahrer den Weg kreuzen. „Wenn die Ampeln an der Hauptstraße Rot zeigen, werden Radler nicht miteinbezogen. Das ist das eine Problem. Das andere: Viele Autofahrer fahren bei Rot noch in den Einmündungsbereich der Nebenstraßen. Zur Abschreckung sollte eine Kameraattrappe aufgestellt werden.“

Auch Ulla Mettin findet es gefährlich, dass Radfahrer auf der Hauptstraße bei Rot nicht halten müssen. „Da sollte auf dem Radweg ein Strich gezogen werden. Damit auch sie stoppen müssen“, fordert sie. Und sie wünscht sich Parkverbot in der scharfen Rechtskurve im Tebkengang. Durch die parkenden Autos sei es dort sehr eng. „Man sieht hier ständig Beinaheunfälle.“

Gertrud Raupbach weist auf den großen Baum an der Ecke Hauptstraße/Hoyersgang: „Rund um den Baum sollte gepflastert werden, damit Fußgänger und Radfahrer mehr Platz haben.“

Neu gepflastert werden muss laut Kurt Kruse unbedingt der Fußweg am Hogenkamp (zwischen Hausnummer 1 und 7). „Der ist sehr kaputt. Hier laufen Kinder zur Kita. Und Kinder auf Rollschuhen sind schon oft gestürzt.“

Die Wege entlang der Mühlenhunte von der Autobahnbrücke zur Lessingstraße bis zur Hundsmühler Höhe sollten nach Meinung von Friederike Blum unbedingt saniert werden. „Gerade bei Regen entstehen dort viele Pfützen.“ Außerdem wünscht sie sich, dass die Bäume dort rigoroser beschnitten werden. „Die Äste werden bei Regen so schwer, dass man sich als Radfahrer tief über den Lenker beugen muss, um nicht dagegen zu fahren.“

Gar nicht einverstanden ist Hannelore Rüttgen-Pohlmann mit der Sanierung des Marschweges bis zur Lessingstraße. Sie hält sie gar für einen „Schildbürgerstreich“. Denn: „Jetzt gibt es dort keinen Radweg mehr. Dort, wo vorher der unbefestigte Weg war, stehen nun Blumen und Büsche. Das ist zwar schön, hilft aber keinem.“ Das Problem seien die parkenden Autos auf beiden Seiten und die vielen Ausfahrten. So komme es im Begegnungsverkehr immer wieder zu gefährlichen Situationen.

Elisabeth Poppe ärgert sich über die verdreckte Tonkuhle. Und ganz schlimm sei es, dass irgendjemand acht Nistkästen zerstört habe. „Mit Gewalt wurden die Einflug-Deckel abgerissen und an die Bäume gestellt.“

Auf die Planungen eines Investors, fünf Mehrfamilienhäuser am Isenkamp zu bauen, kommt Jost Schütte von der Anliegergemeinschaft zu sprechen. Wie berichtet, sollen die Gebäude Giebeldächer erhalten, „weil dem Investor Flachdächer nicht gefallen“, so Schütte. „Aber Giebeldächer bedeuten eine enorme Höhe. Mich stört, dass hier einer seinen Geschmack durchsetzt und die Stadt sich das vorschreiben lässt.“

Begeistert ist der Everster von der Finnenlaufbahn auf der Hundsmühler Höhe. „Sie ist durch großes ehrenamtliches Engagement entstanden und wird ehrenamtlich gepflegt.“ Auch zum Marschwegstadion hat Jost Schütte, Leichtathlet im VfL Oldenburg, eine Meinung: „Die VfB-Fußballer verdrängen die Leichtathleten. Wir dürfen nicht mehr über das Spielfeld laufen. Diskus- und Speerwerfen sind also nicht möglich.“ Dabei brächten die Oldenburger Leichtathleten (ohne Bezahlung) Höchstleistungen: Ruth Spelmeyer sei in der Nationalmannschaft, und auch die Oldies liefen Rekorde.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2108
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.