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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Erster Lachs seit 1933 aus der Lethe gefischt

18.01.2018

Eversten /Oberlethe 75 Zentimeter lang, vier Kilogramm schwer und ca. acht Jahre alt: Der 17. Dezember 2017 geht in die Geschichte des Oldenburger und Wardenburger Sportfischerverein (SFV) ein. An diesem Tag wurde in der Lethe am Einlauf der Korbäke zum ersten Mal seit 1933 ein Lachs gefangen.

8000 Eier

„Der Rogner (weiblicher Fisch) hatte schätzungsweise 8000 Eier in sich“, berichtet Wolfgang Werner, Pressewart des SFV Oldenburg, stolz. Die beiden Vereine freuen sich darüber. In den Jahren 2002 bis 2005 brachte die Huntewasseracht Kiesbänke in die Lethe ein. Dies sollte der Auftakt für die Anlage weiterere Kiesbänke sein, auf denen die Lachse ihre Eier ablegen können. Bereits im Jahr 2006 setzte der Wardenburger Fischereiverein dann Lachs und Meerforellenbrütlinge aus.

Im August 2009 nahmen einige Gewässerwarte des Sportfischervereins Oldenburg an einer von Dr. Jens Salva (Landesfischereiverband Weser-Ems) organisierten Gewässerwartefortbildung in Dänemark an der Skjern teil. Die Aufzucht rund um Lachs und Meerforellen wurde den Teilnehmern vermittelt, teilt Werner mit. „Nach diesem Lehrgang waren sich alle einig. Wir müssen etwas gezielt zur Wiedereingliederung der Salmoniden in unseren heimischen Gewässern tun“, erklärt Werner.

Osternburger Kanal

Die natürliche Aufzucht müsste auch in Oldenburg und Umgebung möglich sein. Dafür boten sie sich die Lethe, die aus Littel kommend an Wardenburg vorbeifließt, die Hunte unterquert und in den Osternburger Kanal fließt, und Teile der Oberen Hunte an. 2009 beschlossen der Wardenburger und der Oldenburger Sportfischerverein, die Idee umzusetzen. Von 2009 bis 2015 wurden zwölf Laichbetten und vier Kiesbänke in die Lethe eingebaut. Dafür wurde Kies in Wassermulden angehäuft. Diese Maßnahmen wurden durch die Niedersächsische Bingo Umweltstiftung finanziell unterstützt.

Im Jahr 2010 wurden dann die ersten Lachse (sogenannte 15 Zentimeter lange Smolts) in der Lethe ausgesetzt. Lachse kehren im Lauf ihres Lebens immer an ihren Prägeort wo sie ausgesetzt beziehungsweise aus dem Ei geschlüpft sind, zum Laichen zurück. Und so wurden bereits 2015 „Rückkehrer“ erwartet, es sollte aber noch zwei Jahre länger dauern. Am 17. Dezember 2017 war es dann endlich soweit. Durch das sogenannte Elektro-Fischen wurde der in der Lethe bei Wardenburg nachgewiesen. Auf seinem Weg dorthin hatte er die Weser und Hunte durchquert und war in den Osternburger Kanal zur Lethe geschwommen. 

Nach Begutachtung unserer Experten wurde der Lachs wieder seinem Element überlassen. Mittlerweile verfügt der LFV Weser Ems über eine eigene Brutanlage (dank der finanziellen Unterstützung durch die Niedersächsische Bingo Umweltstiftung), die vom SFV am Standort Oldenburg betrieben wird, so dass in der in der kalten Jahreszeit für genügend Nachwuchs gesorgt wird. Dort bedienen sich die Wardenburger und Oldenburger Sportfischer. Nachbarvereine wie zum Beispiel in Delmenhorst und Huntlosen steuern ebenfalls „abgestreifte Eier“ der Brutstation bei. Der Einsatz erfolgt jeweils im Januar/Februar eines Jahres.

Sommerfest im August

Beim Sommerfest in diesem Jahr am 18. August haben Besucher die Gelegenheit, die Anlage zu besuchen. Die Organisatoren des „Lachs- und Meerforellenprogramms“ hoffen, dass das Vorkommen von Lachsen in Lethe und Hunte in den kommenden Jahren zur Regel wird.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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