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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Fußball-Legende jagt Filzball hinterher

09.08.2014

Oldenburg Die nach mehr als 30 Jahren als aktiver Fußballer arg ramponierten Kniegelenke machen nicht mehr so recht mit, doch Enno Bäumer schlägt immer noch regelmäßig auf dem Tennisplatz auf. Der heute 72-Jährige zählt zweifelsohne zu den Oldenburger Fußball-Legenden und zu den besten Kickern, die Oldenburg jemals hervorbrachte. Im Trikot von VfL und VfB zählte er zunächst als Mittelstürmer und später als damaliger Mittelläufer zu den Besten seiner Zunft.

„Schon als Schüler erhielt ich von unserem damaligen Betreuer Rudi Hecht eine Urkunde für 250 Spiele für den VfL“, erinnert sich Bäumer, der als fünfjähriger Steppke bei den Grün-Weißen mit dem Fußball begann. Als Jugendlicher wurde er in verschiedene Auswahlmannschaften berufen. „Mit 17 Jahren wurde ich vom damaligen Trainer Heinz Mävers in die erste Männermannschaft des VfL berufen. Das war eigentlich für mich die schönste Zeit als Fußballer“, meint er heute.

1963 stieg das Team in die Oberliga auf. Es folgten spannende Duelle mit dem Lokalrivalen VfB. Das erste Aufeinandertreffen endete 3:3. Im Rückspiel, das der VfL 1:2 verlor, durfte Bäumer wegen einer angeordneten Spielpause aufgrund des bevorstehenden Abiturs nicht mitmischen. „Das führte dazu, dass wir am Saisonende infolge des schlechteren Torverhältnisses gleich wieder aus der Oberliga abstiegen“, ist sich der Torjäger noch heute sicher.

Nach dem Abstieg des VfL wechselte Bäumer mit seinen Teamkameraden Manfred Mävers, Joachim Rackwitz und Günther Frers zum VfB, was in der Oldenburger Fußball-Szene für reichlich Aufsehen sorgte. Zwei Jahre später kehrte er als Spielertrainer zum VfL zurück. Nach einem Gastspiel beim TSR Olympia Wilhelmshaven kam Bäumer 1970 als Spieler wieder zum VfB, doch ein Jahr später stieg das Team nach elf Jahren in der Oberliga in die Landesliga Niedersachsen ab.

1976 beendete Bäumer erstmals seine aktive Laufbahn und wurde Coach des VfB. Als es nicht so recht lief, schnürte er als Spielertrainer wieder die Fußballschuhe. 1978 wechselte er erneut zu Olympia Wilhelmshaven. Bis 1994 folgten die Trainerstationen Kickers Emden, Blau-Weiß Lohne, Rot-Weiß Visbek und VfL Brake.

40 Jahre arbeitete er an den Schulen am Staakenweg und in Ofenerdiek. Von 1972 bis 1976 gehörte er dem Oldenburger Stadtrat an und beschäftigte sich hier insbesondere mit Sportthemen.

Die aktuelle Diskussion um ein mögliches neues Stadion verfolgt er mit Interesse. Eine Stadt wie Oldenburg mit seinen Fußball-Fans verdiene eine höher als in der Regionalliga spielende Mannschaft. „Dazu gehört in meinen Augen auch ein echtes Fußballstadion. Das Marschwegstadion eignet sich dafür aufgrund der festgeschriebenen zeitlichen Einschränkungen nicht“, meint Bäumer. „Eine Möglichkeit wäre sicherlich ein Stadion im Bereich der Weser-Ems-Hallen“, meint der frühere Mittelläufer.

Das heutige Fußball-Geschehen verfolgt Bäumer nur noch in der Zeitung. Statt an den Fußballfeldern steht er bis zu dreimal pro Woche auf dem Tennisplatz. Neben Fitness-Einheiten im Studio sowie am Home-Trainer trifft er sich regelmäßig sonnabends mit den früheren VfBern Dieter Wedemann, Michael Kalkbrenner, Gerold Steindor und Bernhard Kulla zum Duell im OTeV-Tennispark am Johann-Justus-Weg – den ramponierten Kniegelenken zum Trotz.

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