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Handball: Großes Talent hält viel vom Tor

22.03.2013

Oldenburg „Ich lasse mich gerne abwerfen“, erzählt Alexandra Meyer. Sie schmunzelt über diesen Satz, der ihr da rausgerutscht ist. Er ist nicht ganz ernst gemeint, trifft aber irgendwo den Kern: Denn wenn der 18-Jährigen die Bälle um die Ohren fliegen und sie mit einer schnellen Reaktion mal wieder einen abgewehrt hat, fühlt sie sich bestätigt: Der Schritt ins Tor, den die frühere Kreisläuferin erst in der B-Jugend endgültig vollzog, war richtig. Zwischen den Pfosten fühlt sich das Handball-Talent des VfL Oldenburg pudelwohl.

Meyer wechselte vor drei Jahren von der HSG Delmenhorst in die Jugendabteilung des Bundesligisten. Seit Beginn dieser Saison sammelt die Noch-A-Juniorin, die auch für die NWZ-Wahl der „Oldenburger Sportler des Jahres 2012“ nominiert ist, regelmäßig Spielpraxis im Tor der Drittliga-Frauen.

Im Dezember 2012 erfolgte der nächste große Schritt. Beim 29:27-Sieg bei der HSG Bad Wildungen feierte Meyer ihren Bundesliga-Einstand. Zwar nur für einen Siebenmeter, aber dabei sollte es nicht bleiben. Als es beim 35:30 im nächsten Heimspiel gegen den HC Frankfurt/Oder nicht rund lief, schmiss sie Trainer Leszek Krowicki ins kalte Wasser. Meyer kam, ließ sich, um im Bild zu bleiben, ein paar Mal abwerfen und hielt ihre Mannschaft im Spiel.

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„Von dieser rasanten Entwicklung war ich selbst überrascht“, kommentiert die Torfrau: „Das ist schon ein ganz anderer Handball vor dieser großen Kulisse.“ Alexandra Hansel, Trainerin des Drittliga-Teams, wundern die Auftritte nicht: „Alex bringt ganz viel mit.“ Wenn sich Meyer mit ihrer Größe von 1,83 Meter zwischen Tor und Kreis aufbäumt, lässt sie so manche Gegenspielerin schon durch ihre körperliche Präsenz am Wurfglück zweifeln.

Ihre Leistungen verdankt sie darüber hinaus dem gezielten Torwarttraining beim VfL unter Alexandr Vorontsov. „Sie ist reaktionsschnell, muss aber noch an ihrer Beinarbeit feilen“, urteilt der Ex-Profi, der Meyer noch einiges zutraut und sie weiter auf hohem Niveau fordern will.

Ihre starken Auftritte sind auch dem Deutschen Handball-Bund (DHB) nicht verborgen geblieben. 2012 absolvierte Meyer bei einem Turnier in Ungarn ihre ersten Junioren-Länderspiele. „Es war ein besonderes Gefühl, als die Hymne gespielt wurde“, schwärmt die 18-Jährige und hofft auf weitere Einladungen. Doch in der Torwartnation Deutschland herrscht große Konkurrenz. Derzeit ist Meyer hinter Dinah Eckerle (Thüringer HC) und Nicole Roth (HC Leipzig) die Nummer drei.

„Man muss sich alles hart erarbeiten“, weiß die Handballerin, die aus ihrem Heimatort Bookholzberg (Gemeinde Ganderkesee) nach Oldenburg gezogen ist und hier die BBS III besucht. Kurze Wege ersparen Zeit. Denn mit Handball und Schule ist Meyer ausgelastet.

„Viel mehr kann man nicht machen“, erzählt sie ohne Bedauern. Für ihr großes Ziel Bundesliga nimmt sie das alles in Kauf und räumt abschließend mit einem Vorurteil auf: „Auch wir Torfrauen kommen im Spiel ganz schön ins Schwitzen.“ Dass die Bälle so oft an ihr abprallen, ist schließlich kein Zufall.

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