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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Spitzenreiter ist nicht zu packen

05.06.2018

Hannover Es war mehr drin, aber auch im Rückspiel hat sich Tabellenführer Hannover Spartans als zu stark für die Oldenburg Knights erwiesen. Das Team von Cheftrainer Mathias Bonner, das Ende April mit einer klaren 6:35-Heimpleite gegen den Regionalliga-Rivalen aus der Landeshauptstadt in die neue American-Football-Saison gestartet war, unterlag diesmal auswärts mit 12:24. Nichtsdestotrotz zeigte sich Bonner durchaus zufrieden mit der Leistung seines aufgrund von Urlaub, Arbeit sowie Krankheit stark dezimierten Teams.

„Die Offense war schon immer das Problem der Knights, und das können wir nicht von heute auf morgen ändern“, sagte der Knights-Trainer, dessen Defensive – vor allem in Person von Tevin Hanley – Hannovers Breon Allen deutlich besser im Griff hatte als im April. Nichtsdestotrotz brachte der US-Amerikaner sein Team im ersten Quarter durch einen Defense-Touchdown mit 13:0 in Führung, nachdem zuvor Jan Grünheit die ersten Punkte der Spartans erlaufen hatte. Im zweiten Viertel wurde Allen aber wegen gefährlichen Helmeinsatzes disqualifiziert.

Da Patrick Kotterba jeweils den Extrapunkt sicher verwandelt hatte, führten die Gastgeber mit 14:0, ehe die Knights durch Ray Tiller sowie Alexander Röhrich im zweiten Spielabschnitt auf 12:14 verkürzten und danach bis weit in das letzte Viertel von einem Auswärtscoup träumen durften. Die Offense brachte aber keine weiteren Punktgewinne zustande.

„Über lange Phasen lief das Angriffsspiel sehr strukturiert. Nur haben wir leider zu oft aus aussichtsreicher Position schlecht abgeschlossen“, meinte Bonner. „Die Running Backs und die O-Line haben diesmal überzeugende Arbeit abgeliefert. Nur bei den Receivern habe ich zu oft den letzten Willen vermisst, den Ball auch in Situationen zu fangen, wenn es wehtut“, monierte der Chefcoach und ergänzte: „Mit Ausnahme von Pascal Brinkers, der sehr viele wichtige Pässe unter Druck gefangen hat.“

Ein abgefangener Pass der Knights leitete dann den Anfang vom Ende ein. Die Spartans nahmen die Vorlage dankend an und bauten durch Sascha Hamp und wiederum Kotterba die Führung auf 21:12 aus. Ein Field Goal besiegelte die Niederlage der Oldenburger.

„Wir haben hinten raus zu viele Geschenke verteilt. Es hat sich gerächt, dass nur 31 Spieler mitgefahren sind. Viele meinten, es ist ein guter Zeitpunkt zum Urlaub machen“, ärgerte sich Knights-Sportdirektor Holger Völling und zeigte dafür „null Verständnis“. Bonner resümierte mit Blick auf die noch vorhandenen Angriffsprobleme: „Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Es dauert seine Zeit, bis wir alles in der Offense umgestellt haben. Die gebe ich dem Team.“

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