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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Heinrich Erkens feiert seinen 70. Geburtstag

25.10.2006

OLDENBURG OLDENBURG - Der VfB Oldenburg hatte in seiner ereignisreichen Geschichte immer wieder hervorragende Torhüter in seinen Reihen. Einer von ihnen ist Heinrich Erkens, der nun seinen 70. Geburtstag feiern kann.

Auf dem Fußballplatz ist Erkens nicht mehr anzutreffen, dafür aber regelmäßig zweimal in der Woche als Mitglied des TC Blau-Weiß auf dem Tennisplatz. Zweimal die Woche ist er zudem als Mitglied des Vereins „Hunde helfen Menschen“ mit dem achtjährigen Golden Retriever „Floyd“ in den Schulen in Oldenburg und dem Umland anzutreffen. Hier gibt er den Schülern unter dem Motto „Keine Angst vor dem großen Hund“ wichtige Tipps, wie sie große Hunde im Alltag behandeln sollten. Ferner hat er noch einen großen Garten zu bearbeiten.

Geboren in Oldenburg hat Erkens („Ich lebe noch heute in meinem Elternhaus in Ofenerdiek“) 1949 mit dem Fußball im SV Ofenerdiek begonnen. 1954 ging er ins Ruhrgebiet und absolvierte eine Ausbildung als Bergmann. Es folgte der berufliche Wechsel nach Mannheim, wo er zunächst beim legendären SV Waldhof in der Amateurmannschaft spielte und schon bald in die Erste aufrückte. „Oft schaute hier der in Mannheim wohnende damalige Bundestrainer Sepp Herberger bei unseren Spielen zu“, erinnert er sich.

Als Erkens dann großes Interesse an einer Rückkehr nach Oldenburg zeigte, beobachteten ihn der damalige Fußballobmann des VfB, Carl-Heinz Rylewicz, sowie Betreuer Fred Klemmer in einem Spiel in Mannheim. Trotz einer Niederlage verpflichteten sie ihn. So kam er 1962 nach Oldenburg zurück und rückte als Nachfolger von Manfred Hoffmann in das VfB-Tor. Bis 1969 blieb er dem VfB treu und erwarb sich nicht nur den Ruf eines überaus zuverlässigen Torhüters, sondern er galt auch als Elfmeter-Töter. „In einer Saison habe ich damals von neun Strafstößen sechs gehalten“, berichtet Erkens. „Daran hatte unser Spieler Burghard Rylewicz, selbst ein sicherer Elfmeterschütze, großen Verdienst. Er führte genau Kartei, in welche Ecke sie schossen. Gab es Elfmeter gegen uns, zeigte er mir schon von der Mittellinie an, in welche Ecke der Schütze zielt“, lüftet Erkens ein bislang gut gehütetes Geheimnis.

Eine schwere Schleimbeutelverletzung, die eine Operation erforderte, beendete seine aktive Laufbahn. Sein Nachfolger im VfB-Tor wurde der von Bremerhaven 93 übergewechselte Dieter Rost. Heinrich Erkens erwarb derweil die Trainer-Lizenz und trainierte dann VfL Bad Zwischenahn, VfB II, VfL Oldenburg und VfL Brake. Anfang der 80er-Jahre hörte er in Sachen Fußball ganz auf. Er widmete sich verstärkt dem Tennis und wurde u.a. mit dem Senioren-Team Niedersachsen-Meister.

Beruflich nahm Erkens einen recht erstaunlichen Weg in Oldenburg. Nach seiner Rückkehr arbeitete er zunächst bei der Stadtverwaltung, wo er sich insbesondere mit den damaligen EDV-Anfängen zu beschäftigen hatte. Weitere Stationen waren die Handwerkskammer und die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer, wo er sich jeweils im Aufbau der EDV große Verdienste erwarb.

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