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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

„Ich spüre das Vertrauen des Trainers“

25.10.2014

Oldenburg Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen: Dass er im Derby gegen den BV Cloppenburg im Tor der Regionalliga-Fußballer des VfB stehen würde, konnte noch vor einer Woche niemand ahnen. Doch an diesem Sonntag (14 Uhr, Marschwegstadion) wird es für Torwart-Trainer Christian Gropius Realität. Da Mansur Faqiryar und Jannik Zohrabian verletzt ausfallen und in dieser Woche noch kein Ersatzmann nachverpflichtet wurde, steht der 23-Jährige im Prestigeduell gegen den BVC im Kasten – und sieht sich gut präpariert für den großen Auftritt.

„Ich fühle mich gut, bin mir sicher, dass ich das kann und spüre das Vertrauen des Trainers – sonst würde ich mich nicht ins Tor stellen“, sagt Gropius, der sein letztes Pflichtspiel als Torhüter vor mehr als zwei Jahren noch im Trikot des Landesliga-Clubs MSV Börde in seiner Heimat Magdeburg bestritten hat. Danach kam Gropius, der beim 1. FC Magdeburg groß geworden war und anschließend bei Hannover 96 in der U 17 und U 19 Bundesliga gespielt hat, nach Oldenburg.

Im September wurde der Lehramtsstudent, der auch beim JFV Nordwest als Torwart-Trainer tätig ist, als Nachfolger von Harald Witt vorgestellt. „Ich habe da so etwas schon im Hinterkopf gehabt“, erklärt VfB-Chefcoach Kristian Arambasic, der sich von Gropius’ Stärken immer wieder im Training überzeugen ließ. Da Faqiryar, der um eine Hüft-Operation zwar herumkommt, aber auf absehbare Zeit nicht zu Verfügung steht, schon seit Wochen fehlt, stand Gropius in den Spielformen im Training immer wieder als Keeper bereit. „Ein- bis zweimal habe ich immer mittrainiert – in dieser Woche natürlich intensiver“, sagt der Torwart-Trainer.

Nachdem sich Zohrabian vor einer Woche im Spiel bei der U 23 von Werder Bremen (0:4) eine Schultereckgelenksprengung zugezogen hatte und bis zur Winterpause ausfallen wird, durfte in dieser Woche der 19-jährige Sandro Dörner (spielte unter anderem für die U 19 des Karlsruher SC) im Probetraining sein Können zeigen. „Er hat einen guten Eindruck hinterlassen und sich gut integriert, aber wir werden auf dieser wichtigen Position nichts überstürzen“, erklärt Arambasic.

Der Cheftrainer wünscht sich einen Mann, der auf dem Platz „ein Sprachrohr, kein stilles Mäuschen“ ist, weil ihm das ganze Team „ohnehin noch zu wenig kommuniziert“. In der nächsten Woche sollen sich weitere Kandidaten präsentieren. Eine mögliche Nachverpflichtung müsse aber ins Gehaltsbudget passen, wo „eigentlich kein Spielraum“ bestehe, so Arambasic. „Wir haben zwei Torhüter, die ja irgendwann wieder fit sind. Holen wir jetzt zwei Neue, haben wir irgendwann vier Keeper – das geht nicht“, erläutert Gropius.

Die beiden Nachwuchskräfte aus der U 23, Thorben Riechers (24, sitzt am Sonntag als Ersatzmann auf der Bank) und Max Grimm (19), sind für Arambasic aktuell keine Option für die Regionalliga. „Sie sind noch nicht soweit – diesen Druck wollen wir ihnen nicht auferlegen“, sagt der Cheftrainer und ergänzt: „Christian hat von den Torhütern, die an diesem Wochenende in Frage kommen, die größte Erfahrung. Er hat eine gute Aura, eine gute Körpersprache, eine gute Präsenz.“

Ein „gewisser Druck“ sei nicht zu leugnen, gibt Gropius zu. Er stellt sich erst einmal auf ein Spiel ein. „Wenn ich noch häufiger gebraucht werde, bin ich da“, sagt der 23-Jährige, der in der dritten Mannschaft des VfB in der 2. Kreisklasse als Stürmer aufläuft: „Ich bin fit – das einzige, was mir fehlt, ist Spielpraxis.“

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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