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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Im Gelände              rast der Puls 

23.01.2014

Oldenburg Wer gemütliches Radeln mit Komfort schätzt, wird bei dieser Geschichte womöglich nur mit dem Kopf schütteln. Bei einstelligen Temperaturen über Sandberge zu schlittern, im Schlamm auf Kurs zu bleiben und den Drahtesel auf der Schulter über Treppen zu tragen, ist nicht jedermanns Sache. Doch was manchen Freizeitfahrer abschreckt, kommt Lina Rausch gerade recht. Das Radsport-Talent des RSC Oldenburg ist nämlich nicht nur auf Straße und Bahn erfolgreich, sondern auch in seiner dritten Disziplin – im Gelände.

Kürzlich schloss die 15-jährige Gymnasiastin die Cross-Saison 2013/14 zum dritten Mal mit dem Gewinn des Deutschland-Cups in ihrer Altersklasse U 17 ab. Fast schon nebenbei schnappte sich Lina noch den Weser-Ems-Titel im Querfeldeinfahren. Bei 18 Rennen kam sie 17-mal als Siegerin ins Ziel. Nur einmal, nach einem Sturz in Lohne, wurde sie „nur“ Zweite.

Der kleine Unfall endete glimpflich. „Es ist nichts passiert. Nach dem Motto ,Augen zu und durch’ bin ich weitergefahren“, erzählt die junge Oldenburgerin und fügt hinzu: „Wichtig ist vor allem der Start, damit man bei der Einfahrt in den Wald, wenn es richtig eng wird, vorne dabei ist.“

Crossfahren liegt Lina offenbar im Blut. „Das sieht man an den Erfolgen, das Training hat sich gelohnt“, bestätigt sie. Besonders reizt die Fahrerin der hohe technische Anspruch dieser Disziplin. Denn wer auf Waldboden Kurs halten und dabei Wurzeln und Löchern ausweichen muss, sollte sein Fahrrad beherrschen, um nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten. Dabei handelt es sich keinesfalls um ein Mountainbike, sondern um ein Rennrad mit geringfügig breiteren Reifen als für die Straße, erklärt Vater und Trainer Olaf Rausch.

Ein Rennen in Linas Altersklasse dauert 20 Minuten, danach bemisst sich die Rundenzahl eines Wettkampfes. „Das hört sich erst einmal wenig an, aber der Puls geht die ganze Zeit auf Anschlag“, berichtet der Coach.

In der kommenden Cross-Saison startet Lina dann bereits in der Frauen-Konkurrenz. Dort werden 40 Minuten absolviert. „Das wird ein enormer Sprung“, ahnt die Schülerin. Derzeit genießt sie ein wenig Erholung, kann etwas durchatmen und ihre Erfolge genießen. Schon bald aber beginnt das Grundlagentraining für die Straßensaison im Frühjahr.

Auch dann wird Lina wieder quer durch Deutschland reisen, um Titel zu jagen. „Rund 9000 Autokilometer“ hat Olaf Rausch allein für die Cross-Saison mit Rennen in Sachsen, Brandenburg und Baden-Württemberg gezählt. Das geht nur, wenn die Familie dahinter steht, weiß auch Lina. Ihre Vielseitigkeit im Sattel will sie auch in dieser Saison beibehalten, sich nicht auf eine der drei Disziplinen spezialisieren.

Und auch auf den täglichen drei Kilometern zur Schule tritt sie in die Pedale. Da dürfte der Freizeitfahrer noch am ehesten mithalten können.

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