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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Im Team quält es sich entspannter

16.08.2014

Bümmerstede Sie wollen die eigenen Grenzen erleben und im Team über sich hinauswachsen. Sie wollen wissen, wie weit „die Füße tragen“ und die Kräfte reichen. Die Lust besteht darin, sich selbst zu überwinden. Diese Lust wollen 17 Studierende der Universität Oldenburg am Sonnabend, 6. September beim vierten „Airborne-Fit-Run“ spüren. Dann geht es nämlich durch die „Sandhölle“ Oldenburgs auf dem Standortübungsplatz Bümmerstede (siehe Info-Kasten).

Ein ideales Gelände für einen Cross-Hindernislauf. Auf der rund 20 Kilometer langen Strecke müssen zehn Hindernisse bewältigt werden. Es geht über schwere tiefe Sand- und Waldböden, mit zwei Sandsäcken (für Frauen nur einer) im Arm, durch tiefe Wassergräben, robbend durch Schlammpfützen und hangelnd unterm Gerüst durch. Schwere Autoreifen (für Frauen etwas leichtere) müssen über lange Strecken geschleppt werden. Nicht Zeit und Ziel sind wichtig, sondern das gemeinsame Erleben.

Training mit Bleiweste

Um dafür fit zu sein, gingen am Mittwoch drei Studenten und zwei Studentinnen mit zwei drei Meter langen nassen Eichenstämmen ins Wasser. Richtiger: Sie schwammen durch den Woldsee. Vorher hatten sie aber schon einen Lauf von Wechloy zum Woldsee hinter sich gebracht. Auf dem Weg machten sie an jeder Wegekreuzung zehn Liegestütze. Einige trugen dabei eine zehn Kilogramm schwere Bleiweste. Und die letzten 500 Meter schleppten sie die zwei Eichenstämme. Alle schwitzten zwar ordentlich, aber der Atem ging relativ ruhig.

Sie nennen sich „Ertelts Jünger“ – nach Professor Thomas Ertelt, der im Wintersemester 2012/13 die kommissarische Leitung des Lehrstuhls für Sport und Bewegung an der Universität Oldenburg inne hatte. Ertelt brachte die Idee, sich am härtesten Hindernisrennen Deutschlands („Getting tough – The Race“ in Rudolstadt bei Jena) zu beteiligen, nach Oldenburg. Er muss einen derart bleibenden Eindruck bei den Studierenden hinterlassen haben, dass sie sich fortan nach dem Professor benannten.

Die Sportler tragen knallgelbe und blaue T-Shirts mit dem Namen ihres Zusammenschlusses. Im Gegensatz zu den biblischen Jüngern verkünden sie aber nicht das Wort, sondern wollen durch ihren Sport begeistern. Beim Rennen in Rudolstadt haben sie im vergangenen Jahr übrigens mitgemacht. Sie kamen in der Mannschaftswertung auf Platz neun. Bei ihrem ersten gemeinsamen Wettkampf – beim Airborne-Fit-Run 2013 – gewannen sie sogar in der Teamwertung.

„Ertelts Jünger“ sind verwegen: Sie teilen sich die Quälerei und wollen gemeinsam anpacken, schwitzen und „durchkommen“ – und dabei noch Spaß haben. „Sich in der Natur zu verausgaben ist ein schönes Erlebnis und etwas anderes, als im Fitness-Center die klimatisierte Luft einzuatmen. Wir laufen mit allen Sinnen“, sagt Malte Stumbries, während er die schwere Weste für den „Gang durch’s Wasser“ auszieht. „Die ist neu und ich möchte sie schonen“, erklärt er. Alle Aktiven sind der Meinung, „dass Wasserhindernisse bei Wettkämpfen der Knaller sind“. Beim Cross-Hindernislauf treten entweder Teams mit je vier Aktiven oder Einzelkämpfer an. „Ertelts Jünger“ stellen in Bümmerstede vier Teams, ein Sportler startet in der Einzelwertung.

Bisher 290 Teilnehmer

Die 20- bis 28-Jährigen sind Studierende der Sportwissenschaften oder studieren Sport auf Lehramt. Sie sind ein rein privater Zusammenschluss von sportbegeisterten Menschen, unabhängig von der Universität. Beim 4. Airborne-Fit-Run, „der keines der üblichen ‚Modder-Karneval-Veranstaltungen ist“, so Reiner Trosiener (Vorsitzender des Vereins Airborne-Fit-Run), werden sie mit bisher 290 anderen Teilnehmern (500 sind zugelassen) ihre Kräfte messen.

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