• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Jubel auf Rasen, Parkett und im Sand

08.02.2017

Oldenburg Auf allerhöchstem Niveau haben die drei Teams ihr Können demonstriert, die nach den OTB-Sportakrobatinnen und den Korbjägern von den EWE Baskets an diesem Mittwoch als Kandidaten drei bis fünf in der Kategorie Mannschaften bei der Oldenburger Sportlerwahl vorgestellt werden. Sowohl die Beachvolleyballerinnen Hella Faß und Sonja Henkel, als auch die Jugendfußballer des JFV Nordwest und die Handballerinnen des VfL haben 2016 mit starken Ergebnissen aufgetrumpft.

Meister im Sand

Wenn es draußen wieder wärmer wird, kommt ihre Zeit: Spektakulär schrauben sich die Beachvolleyballerinnen aus dem Sand in die Höhe, visieren den Ball an und schmettern ihn mit voller Wucht auf die gegnerische Spielfeldhälfte. Die Körner fliegen umher, wenn das Spielgerät aufprallt und Punkte aufs Konto bringt.

Zwei der besten Oldenburgerinnen in ihrer Disziplin beherrschen den Volleyball am Strand aus dem Effeff: Sonja Henkel und Hella Faß blicken auf langjährige Erfahrung zurück und haben schon beinahe alles gesehen – und gewonnen. In der Altersklasse Ü 37 waren die beiden Frauen zuletzt im vergangenen Jahr in Berlin erfolgreich und feierten im August den deutschen Meistertitel.

Im Seniorenbereich gehört das Duo vom Oldenburger TB, das bereits seit 2005 gemeinsam aufschlägt, deutschlandweit zur Spitze. Faß scheiterte 2015 in ihrer Altersklasse – damals mit Maren Schleiff – erst im Endspiel an Britta Schümann und Bianca Westphalen (Elsmhorn/Kiel). Bei der DM im Vorjahr revanchierte sich Faß nun mit Henkel im Halbfinale und zeigte ihren großen Ehrgeiz. 2012 hatten sich die beiden OTB-Frauen bei der Ü-37-DM bereits einmal auf den ersten Platz geschmettert.

Henkel gibt ihr Können bereitwillig an die nächste Generation weiter. Als Sportlehrerin am Neuen Gymnasium Oldenburg betreute sie Ende des vergangenen Jahres das Volleyball-Schulteam bei der deutschen Schulmeisterschaft und zeigte sich „voll zufrieden mit der Leistung“ bei dem mehrtätigen Trip an die Landessportschule Bad Blankenburg. Damit stehen Henkel/Faß für die Gegenwart und die Zukunft des Oldenburger Spitzenvolleyballs – und hoffen auf viele Stimmen bei der Sportlerwahl.

Starke Handballerinnen

Gegen alle Widerstände haben sich die VfL-Handballerinnen 2016 in der erweiterten Spitze der Bundesliga gehalten. Trotz teilweise massiver Verletzungsprobleme und des angekündigten Rückzugs von Hauptsponsor EWE schaffte es das Team von Trainer Leszek Krowicki, national wie international bemerkenswerte Ergebnisse zu erzielen.

2015/2016 belegten die Oldenburgerinnen in der Bundesliga-Tabelle Platz fünf (34:18 Punkte) und qualifizierten sich damit für den Europacup. Im Pokal kam erst im März durch eine knappe Niederlage im Viertelfinale gegen Serienmeister Thüringer HC das Aus. Überragende VfLerin der vergangenen Saison war Nationalspielerin Angie Geschke, die mit 237 Treffern den Titel der besten Bundesliga-Torschützin holte.

Auch in der laufenden Spielzeit gehören die Oldenburgerinnen zur erweiterten Spitze (derzeit 13:11 Zähler, 8. Platz). Die Zusatzbelastung EHF-Pokal, die immer wieder Spiele im Drei-Tages-Rhythmus bedeutete, kostete der Mannschaft im Liga-Alltag den einen oder anderen Zähler. Nach drei kräftezehrenden Qualifikationsrunden mit Spielen gegen Bnei Hertzeliya (Israel), Fleury Loiret (Frankreich) und TTH Holstebro (Dänemark) gelang der Einzug in die Gruppenphase der letzten 16 Teams. Hier waren die europäischen Spitzenteams Nantes Loire (Frankreich), Randers HK (Dänemark) und IK Sävehof (Schweden) eine Nummer zu groß für Caroline Müller, Kim Birke und Co. und so kam das Aus.

Zur größten Aufsteigerin ist Torfrau Madita Kohorst geworden. Die 20-Jährige besticht durch zahlreiche Paraden und ihre enorme Präsenz zwischen den Pfosten. Die Einzel-Nominierung bei den Frauen ist die verdiente Belohnung.

Erfolgreiche Talente

An Spannung kaum zu überbieten war die Partie, in der die A-Junioren des JFV Nordwest den Traum vom Aufstieg in die Bundesliga wahr machten. Im dritten Jahr nach dem Zusammenschluss von VfB und VfL zum Jugendförderverein setzte sich die U 19 in der Relegation gegen Union Berlin im Elfmeterschießen durch. Der aktuelle Kapitän Conor Gnerlich schoss sein Team ins Glück.

Seit August erleben die Talente das Abenteuer Bundesliga und messen sich mit den besten Nachwuchskickern. Der letzten Oldenburger Mannschaft in der höchsten Spielklasse, dem VfB Oldenburg, gelangen seinerzeit neun Punkte. Nach zwei sensationellen Siegen zum Start der Saison gegen den Hamburger SV (3:1) und Dynamo Dresden (3:1) war das Ziel, diese Marke zu knacken, fast erreicht. Doch erst am letzten Spieltag des vergangenen Jahres wurde der zehnte Punkt durch einen Sieg gegen Holstein Kiel eingefahren. Er lässt darauf hoffen, dass die Kicker tatsächlich den Klassenerhalt schaffen können.

Dieser wäre eine „absolute Sensation“, sagt Trainer Lasse Otremba. Er betont den Vorteil der übrigen Bundesliga-Teams mit Nachwuchsleistungszentren und Internaten: Trainingsvoraussetzungen, die die Oldenburger nicht haben. Viele Teams haben Junioren-Nationalspieler in ihren Reihen. Umso erstaunlicher, dass es nur wenige Partien gab, in denen der JFV chancenlos war. Mit Leidenschaft und Disziplin hat sich das Team in der Liga Respekt verschafft und auch die Zuschauer honorieren den Einsatz. Im ersten Saisonspiel kamen 500 Fans in den Sportpark Osternburg. Auch danach waren die Zuschauerzahlen hoch: Eben auch ein Ansporn für die Talente, die sich die Nominierung zur Mannschaft des Jahres absolut verdient haben.

Arne Jürgens
Volontär, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.