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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Lange Distanzen statt kurzer Pässe

13.10.2015

Oldenburg Er liebt es lang, ist aber erst relativ kurz dabei: Gerade einmal vier Jahre ist es her, dass Thorsten Pingel erstmals bei einem Laufspektakel am Start stand. 2011 wagte er beim traditionellen Citylauf über die 10 Kilometer im Rahmen des Oldenburg Marathons den Einstieg in die Laufszene. Damals meisterte er die Distanz noch im Trikot des TSV Großenkneten, für den er zuvor drei Jahrzehnte lang Fußball gespielt hatte, in respektablen 43:31 Minuten. Inzwischen ist der 40-Jährige, der nun für die Laufsportfreunde Oldenburg unterwegs ist, vornehmlich auf den längeren Distanzen zu Hause und gehört dort zu den besten Läufern der Stadt.

Brötchen für die Familie

„Am liebsten laufe ich die Halbmarathonstrecke“, erzählt Pingel, der wohl auch schon beim Fußball in der Kreisklasse kaum Probleme mit der Ausdauer hatte. Als er sich bei der Jagd nach dem Ball innerhalb eines halben Jahres erst einen Innenbandanriss und dann einen Schlüsselbeinbruch zugezogen hatte, war es Zeit für ihn, etwas Neues zu machen. Zudem machte Nachwuchs im Hause Pingel es immer schwieriger für ihn, am regulären Spiel- und Trainingsbetrieb teilzunehmen.

So läuft’s beim Oldenburg Marathon an diesem Sonntag

Startzeiten und Startorte 9.30 Uhr: Kinderläufe – Heiligengeiststraße. 10 Uhr: 10-Kilometer-Lauf, Marathon, Halbmarathon und Staffel-Marathon – Theaterwall am Pulverturm. 14 Uhr: 5-Kilometer-Lauf – Heiligengeiststraße.

Das Ziel befindet sich bei allen angebotenen Läufen am Schlossplatz. Die Strecken sind für andere Verkehrsteilnehmer gesperrt und werden von Streckenposten gesichert.

4086 Aktive haben die Chance zur Voranmeldung genutzt. Das sind 380 mehr als 2014. Nachmeldungen sind noch möglich am Sonnabend ab 12 Uhr und sowie am Sonntag ab 8 Uhr in den Schlosshöfen an der Ausgabe der Startunterlagen. Dort sind auch Ummeldungen oder Änderungen von Datenangaben möglich.

Die meisten Meldungen gingen für die Halbmarathon-Strecke ein (1408/im Vorjahr 1247). Auch beim 10-Kilometer-Citylauf (1159/1060), beim 5-Kilometer-Lauf (713/648), beim Marathon (271/ 219) und bei den Staffeln (98/68) gab es Zuwächse.

   

   www.oldenburg-marathon.de

Inzwischen verbindet er nicht selten das Laufen mit familiären Aufgaben. „Ich stehe auch schon mal morgens früh um sechs Uhr auf, um zu trainieren, und bringe dann Brötchen mit zum Frühstück. Auf die Weise habe ich mehr Zeit für meine Familie und kann trotzdem Sport treiben“, erzählt der 40-Jährige, der schon nach seinem ersten Wettkampf vom Leiter der Leichtathletikabteilung in Großenkneten angesprochen wurde, nun auch offiziell als TSV-Läufer zu starten.

Bereits ein Dreivierteljahr nach seinem Debüt beim Citylauf blieb er beim Brunnenlauf in Eversten erstmals unter 40 Minuten (39:41). Mittlerweile ist er bei einer Bestzeit von 36:50 Minuten (beim Barßeler Hafenfestlauf 2014) angekommen.

„Ich glaube nicht, dass ich hier noch viel schneller werde. Da müsste ich viel mehr Intervalltraining machen – und das macht mir nicht so viel Spaß“, sagt Pingel: „Wenn irgendwo zwei Distanzen angeboten werden, laufe ich in der Regel die längere Strecke.“

Viel Spaß in der Gruppe

Beim Oldenburg Marathon an diesem Sonntag geht er wieder seine Lieblingsdistanz an. Im Vorjahr bewältigte er die 21,1 Kilometer als Gesamtvierter in seiner aktuellen Bestzeit von 1:20:50 Stunden. Diese in diesem Jahr zu verbessern, dürfte ihm wahrscheinlich schwerfallen, schließlich ist es am Tag des Rennens gerade einmal zwei Wochen her, dass er beim Bremen Marathon seine persönliche Bestmarke über die 42,195 Kilometer gelaufen ist.

Mit seiner Zeit von 2:52:56 Stunden ist er hinter seinem Vereinskollegen Axel Schneider, der im Frühjahr in Hannover 48 Sekunden schneller war, derzeit Oldenburgs zweitschnellster Marathonläufer. In der Landesbestenliste ist er Fünfter seiner Altersklasse. Beim Halbmarathon steht für ihn niedersachsenweit Rang neun zu Buche.

Was das Training angeht, war Pingel von Anfang an Autodidakt. Tipps und Anregungen holt er sich aus dem Internet sowie aus Büchern (zum Beispiel von Herbert Steffny). Viermal pro Woche ist er im Bürgerbusch und der Umgebung unterwegs.

„Da habe ich auch regelmäßig Leute wie Axel Schneider getroffen und meine langen Trainingsläufe am Wochenende mit den Laufsportfreunden gemacht“, erzählt Pingel: „Da wir in Großenkneten keine Trainingsgruppe hatten, war es nur konsequent, zum Ende des vergangenen Jahres den Verein zu wechseln.“

Den Wechsel hat er nicht bereut. „Gerade die langen Läufe machen in der Gruppe viel mehr Spaß“, meint er und ergänzt: „Mal sehen, wie weit ich meine Bestzeiten noch drücken kann.“

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