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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Liebe zur Stadt übersteht lange Trennung

26.09.2015

Oldenburg Die schönste Zeit ihrer Handballkarriere hat Anna Psatha in Oldenburg verlebt. Von 2002 bis 2004 ging sie als Kreisläuferein für den VfL Oldenburg auf Torejagd in der Handball-Bundesliga. Zum Gespräch sitzt sie am Nachmittag im Restaurant Elena am Marschweg im Trainingsanzug. 40 Jahre ist sie heute alt und hat den Weg zurückgefunden in die Stadt, die ihr nach wie vor sehr viel bedeutet.

„Ich habe hier immer noch viele Freunde“, erzählt sie freudestrahlend. Weitere Stationen ihrer sportlichen Laufbahn waren Mainzlar, Malaga in Spanien und einige Vereine in ihrer Heimat Griechenland, wo sie 2004 für ihr Land bei den Olympischen Spielen auflief.

Doch irgendwann war Schluss mit dem Leistungssport und sie absolvierte eine Ausbildung zur Krankengymnastin mit Zusatzausbildung Akupunktur. Zuletzt arbeitete sie freiberuflich in einem Athener Suchtzentrum. Doch durch die Wirtschaftskrise blieben die Aufträge aus und sie versuchte in London Fuß zu fassen. „Das Leben dort ist zu teuer, auch die Versicherung muss gezahlt werden. Soviel Geld warf mein Job aber nicht ab“, erzählt sie. Über die Jahre hinweg hatte sie den Kontakt zu einem Paar aus dem VfL-Freundeskreis gepflegt und den beiden von ihrer beruflich schwierigen Lage berichtet. Sie rieten ihr nach Oldenburg zu kommen und boten ihr zudem an, bei ihnen fürs Erste zu wohnen.

Der Kontakt ins Elena, wo sie zwei bis drei Mal in der Woche hinter der Theke steht und Getränke für die Gäste ausschenkt, ist über Harald Willers vom VfB Oldenburg zustande gekommen, der in der Nähe wohnt und Gast in dem Lokal ist. „Alle helfen mir so gut sie können“, freut sich Anna Psatha über das Engagement ihrer Bekannten und Freunde in Oldenburg.

Von 8 bis 13 Uhr besucht die 40-Jährige zurzeit einen Deutsch-Intensivkurs an der Universität, will sich so schnell wie möglich in der Stadt wieder integrieren. Die zweite Mannschaft des VfL Oldenburg betreut sie als Masseurin. In Deutschland ist ihre Ausbildung in Griechenland als Masseurin und Bademeisterin anerkannt, damit könnte sie beispielsweise im Olantis-Huntebad arbeiten. Ihr Blick richtet sich aber nach vorn. Sie wird ein Jahr dranhängen und demnächst eine Ausbildung zur Physiotherapeutin beginnen.

Handball spielt sie nicht mehr, auch wenn es in den Fingern kribbelt. „Doch mein Knie macht nicht mehr mit“, sagt sie ein wenig traurig. Doch das Lächeln kehrt schnell in ihr Gesicht zurück. Gleich geht’s in die Halle, ihre Mannschaft trainiert.

Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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