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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Lokalsport

Mädchen haben Lust auf Fußball

19.01.2015

Oldenburg Fußball verbindet Nationen und Kulturen: Das hat nicht zuletzt die Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr bewiesen. Die Begeisterung für Fußball macht sich auch das bundesweit laufende Projekt „MICK – Mädchen kicken mit“ zunutze. Hier können Mädchen im Grundschulalter ihre Fertigkeiten mit dem runden Leder unter Beweis stellen. Seinen Ursprung hat das preisgekrönte Projekt in Oldenburg. Am Sonnabend trafen sich die Mannschaften der zwölf am MICK-Projekt beteiligten Grundschule zum Turnier im Sportpark Donnerschwee.

An dem Wettkampf beteiligten sich rund 150 Mädchen, von denen etwa jede Zweite einen Migrationshintergrund hat. Die Veranstalter wollen mit ihrem Projekt nicht nur den Frauenanteil im Fußball stärken, sondern auch einen Beitrag zur Integration leisten.

Der Sieg ging in diesem Jahr an die Grundschule Ohmstede. Das Team behielt im entscheidenden Siebenmeterschießen gegen die Grundschule Bloherfelde die Oberhand – dank der zehnjährigen Songül, die das Tor hütete. Auf dem dritten Platz landete die Grundschule Drielake, Vierter wurde Kreyenbrück. Nach Schätzung von Mitinitiator Ulf Gebken verfolgten rund 150 Zuschauer, darunter Eltern, Geschwister und Lehrer, die zehnminütigen Minipartien der Teams. Auf drei Feldern rollten parallel die Bälle durch die Halle. Das Mädchenturnier „MICK“ ging in diesem Jahr bereits in die dreizehnte Runde. Das Großprojekt des An-Instituts „Integration durch Sport und Bildung“ der Universität Oldenburg hat Professor Ulf Gebken angeregt und stetig begleitet. Dass bewusst auch Mädchen mit Migrationshintergrund vom Fußballangebot angesprochen werden, sei ein großes Anliegen des Projektes. „Bei dem Turnier zählt nicht, wer der einzelne ist und wo er herkommt. Man fällt sich um den Hals, weil man als Team etwas erreicht hat“, lobte Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler die integrativen Verdienste des Projektes.

Der Nachhall der MICK-Turniere sei jedes Mal deutlich zu spüren: „Die meisten sind schon im Verein, aber für viele ergibt sich eine Mitgliedschaft erst hierdurch“, erzählt Angelika Deck-Trauernicht, Lehrerin an der Grundschule Ohmstede. Auch auf das Selbstbewusstsein der Mädchen habe das Turnier immer einen positiven Effekt. „Plötzlich trauen sich die Mädchen, gemeinsam mit den Jungen auf dem Schulhof Fußball zu spielen“, sagt Ulf Gebken.

In Oldenburg stößt Mädchenfußball längst auf breites Interesse. Derzeit bieten 13 Vereine Gruppen für Nachwuchskickerinnen an. „Das ist maßgeblich durch das Projekt angeregt worden“, ist sich Gebken sicher.

An diesem Montag wird der Sieg dann noch einmal in der Schule gefeiert. „Da werden die Mädchen wieder mit ihrem Pokal durch die Schulen ziehen. Denn die großen Trophäen, die in den Schulvitrinen stehen, haben nicht etwa die Jungen, sondern meist die Mädchen eingeheimst“, freut sich Gebken.

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